Umsatzrekord und Gewinnsprung bei Adidas

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Der deutsche Sportartikelhersteller Adidas knackte 2017 erstmals die Marke von 20 Milliarden Euro Umsatz. Der Gewinn stieg um rund 30 Prozent. Freude daran haben vor allem die Aktionäre.

Der fränkische Sportartikelkonzern Adidas wächst kräftig und will in den nächsten Jahren noch profitabler werden. Der Betriebsgewinn der weltweiten Nummer zwei hinter Nike schnellte im vergangenen Jahr stärker als erwartet um 31 Prozent auf 2,07 Milliarden Euro nach oben, die operative Marge verbesserte sich auf 9,8 von 8,6 Prozent, wie Adidas am Mittwoch in Herzogenaurach mitteilte. Bis 2020 will Vorstandschef Kasper Rorsted die Marge auf 11,5 Prozent schrauben, im laufenden Jahr sollen es 10,3 bis 10,5 Prozent sein. “Wir erwarten qualitativ hochwertiges Wachstum mit überproportionalen Gewinnsteigerungen”, sagte der Däne.

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Davon sollen auch die Aktionäre profitieren: Die Ausschüttung an die Anteilseigner soll für 2017 auf 2,60 Euro je Aktie steigen, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Dies sind 60 Cent mehr als im Vorjahr. Bereits am Vorabend hatte der Konzern einen milliardenschweren Aktienrückkauf angekündigt. “Das ist der beste Weg, unsere Aktionäre zu bedienen”, sagte Rorsted dem Fernsehsender CNBC. Den Kauf einer weiteren Sportartikelmarke schloss er aus.

Die Latte noch höher legen

Adidas knackte 2017 erstmals die Marke von 20 Milliarden Euro Umsatz. Das Geschäftsvolumen kletterte um 15 Prozent auf 21,2 Milliarden Euro. Am stärksten legte der Konzern in China und Nordamerika zu. Der Online-Umsatz schnellte um 57 Prozent nach oben. Getrieben wird das Wachstum allerdings fast ausschließlich von der Marke Adidas, die vor allem dank Laufschuhen um 18 Prozent zulegte. Das Sorgenkind Reebok wuchs währungsbereinigt nur um vier Prozent, nachdem zahlreiche eigene Läden in den USA geschlossen wurden.

Für das neue Jahr prognostiziert Adidas ein Umsatzwachstum um rund zehn Prozent. Das liegt am unteren Ende der Spanne, die sich Adidas im Schnitt bis 2020 jährlich vorgenommen hat. Auch 2018 sollen Asien und Nordamerika die Zugpferde bleiben. Der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft soll stärker als der Umsatz um 13 bis 17 Prozent zulegen.

zdh/hb (rtr, dpa)