Nordkorea feuerte am Montag zum ersten Mal seit zwei Monaten wieder ballistische Raketen ins Meer, als US-Außenminister Antony Blinken Seoul zu einer von Präsident Yoon Suk Yeol veranstalteten Konferenz über die Förderung der Demokratie besuchte.
Das südkoreanische Militär sagte, mehrere Kurzstreckenraketen seien aus einer Region südlich der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang abgefeuert worden und hätten östlich der koreanischen Halbinsel gelandet. Es wurden keine weiteren Einzelheiten bekannt gegeben und es hieß, dass es Informationen über den Start mit den Vereinigten Staaten und Japan teile.
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Japan erklärte später, dass es offenbar einen zweiten Abschuss einer ballistischen Rakete durch den Norden entdeckt habe und dass beide außerhalb seiner ausschließlichen Wirtschaftszone lägen.
„Die Maßnahmen Nordkoreas bedrohen den Frieden und die Sicherheit unserer Region und der internationalen Gemeinschaft und sind absolut inakzeptabel.“ sagte Kishida und nannte den Start einen Verstoß gegen UN-Resolutionen.
Nordkorea’ Das Militär des Landes hat in den letzten Wochen Übungen mit konventionellen Waffen durchgeführt, oft unter der persönlichen Aufsicht des Führers des isolierten Staates, Kim Jong Un.
Die Machtdemonstration Pjöngjangs erfolgt kurz nachdem die Streitkräfte Südkoreas und der Vereinigten Staaten am vergangenen Donnerstag zehn Tage lang groß angelegte jährliche gemeinsame Militärübungen abgeschlossen haben.
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Am Sonntag mobilisierte das südkoreanische Militär auch Marinesoldaten , Kampfhubschrauber und amphibische Angriffsfahrzeuge in Übungen, die darauf abzielen, die Truppenzahl zu erhöhen, um westliche Inseln nahe der Seegrenze zu Nordkorea zu verstärken. Der Norden beschoss die Inseln im Jahr 2010.
Blinken gehört zu den hochrangigen Beamten aus aller Welt, die an der Konferenz „Gipfel für Demokratie“ teilnehmen, die am Montag beginnt. Er wird auch seinen südkoreanischen Amtskollegen, Außenminister Cho Tae-yul, treffen.
Der Gipfel ist eine Initiative von US-Präsident Joe Biden, die darauf abzielt, Wege zu diskutieren, um demokratische Rückfälle und die Erosion von Rechten und Freiheiten weltweit zu stoppen.< /p>
Bei seinem letzten ballistischen Start am 14. Januar feuerte Nordkorea eine sogenannte Mittelstrecken-Hyperschallrakete mit Festbrennstoff ab, um neue Booster-Triebwerke und einen wendigen Sprengkopf zu testen.
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Einen Monat später startete es vor seiner Ostküste mehrere Marschflugkörper, darunter angeblich eine neue Anti-Schiffs-Rakete.