Intel Arc: DG2-Varianten für Notebooks im Detail

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Bald sollen die ersten ernst zu nehmenden Grafikkarten von Intel aus der Arc-Familie den Markt erreichen. Daher wundert es nicht, dass immer mehr Details durchsickern. Wie die DG2-Modelle für Notebooks in puncto Speicher bestückt sind, verrät eine Abbildung im Detail.

Fünf Notebook-GPUs mit 4 GB bis 16 GB

Die größte Ausführung mit 512 Execution Units (EU) bindet demnach acht Speicherchips à 2 GB mit je 16 Gbps über das 256-Bit-Interface an. Somit stehen dieser Lösung 16 GB Grafikspeicher mit einem Durchsatz von 512 GB/s zur Verfügung. Bei der 384-EU-Version sind es demnach sechs Chips der gleichen Leistungsklasse, die am auf 192 Bit beschnittenen Speicherinterface noch 384 GB/s und insgesamt 12 GB Speicherplatz liefern. Eine exakte Halbierung gegenüber dem Spitzenmodell gibt es in der Variante mit 256 EUs: Nur noch vier Chips für 8 GB und 256 GB/s an einer 128 breiten Speicherschnittstelle stehen zur Verfügung.

Bei den beiden kleinsten Varianten mit 128 EUs respektive 96 EUs gibt es nur noch 4 GB Speicher. Die beiden Chips arbeiten zudem mit 14 Gbps etwas langsamer. Am nur noch 64 Bit breiten Speicherinterface kommen somit nur noch 112 GB/s Durchsatz zustande.

Unterm Strich sind also fünf Leistungsklassen bei den DG2-GPUs für Notebooks zu erwarten, die zwischen 4 GB und 16 GB Speicher mit 112 GB/s bis 512 GB/s aufwarten. Die parallel erwarteten Pendants für Desktop-PCs dürften zumindest ähnlich aufgestellt sein.

Erst kürzlich waren erste synthetische Benchmarks (SiSoftware Sandra) der mutmaßlich stärksten Desktop-Ausführung mit 512 EUs und 4.096 FP32-Cores auf Basis der Alchemist-Architektur aufgetaucht. Die auf DG2-Silizium basierende Grafikkarte schaffte 2,1 GHz in den Fließkommaberechnungen des Benchmarks und lag bei der Punktzahl etwas über der Nvidia GeForce RTX 3070 Ti.

Solche Ergebnisse mit Vorserienexemplaren sind aber immer mit Vorsicht zu genießen. Letztlich kann sich mit optimierter Hard- und Software (Treiber) noch viel ändern.

Das erste Quartal wird anvisiert

Zumindest für die Notebook-Varianten der oben genannten Arc-Grafikkarten peilt Intel nach selbst geschürter Unsicherheit ob des Release-Datums jetzt doch weiterhin das erste Quartal 2022 an.

Zu den ersten Abnehmern auf Seiten der OEM-Produkte zählen die schlanken Notebooks der Serie Acer Swift X 14/16, die bereits mit Intel Arc A370M angekündigt wurden. Welche GPU-Ausführung sich dahinter verbirgt, ist aber noch unklar.

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