Xiaomi-Smartphones: BSI findet keine Sicherheits­lücken oder Zensur

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Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat die Untersuchung der Xiaomi-Smartphones abgeschlossen und konnte weder Sicherheitslücken, noch eine automatische, eingebaute Zensur auf den Smartphones nachweisen. Das BSI hat dies nach einem ersten Bericht des Deutschlandfunks inzwischen bestätigt.

Vorausgegangen war der Untersuchung der Smartphones des chinesischen Herstellers durch das BSI eine Warnung durch das litauische Zentrum für Cybersicherheit NKSC (Nacionalinio Kibernetinio Saugumo Centro) vor Sicherheitslücken und Zensurmöglichkeiten in den Smartphones im September 2021. Die litauische Regierung hatte daraufhin vom Kauf von Smartphones von Xiaomi abgeraten und empfohlen, „bereits gekaufte [Smartphones] so schnell wie möglich loszuwerden“. Das BSI entschied sich, das Ausmaß der Gefährdung selbst zu bewerten.

BSI stellt keine Auffälligkeiten fest

Das BSI habe in den vergangenen Monaten aus diesem Grund verschiedene relevante Geräte von Xiaomi untersucht, jedoch keinerlei Auffälligkeiten feststellen können, so ein Sprecher gegenüber dem Deutschlandfunk. Auch das automatische Herunterladen von Filterlisten im Hintergrund, das in Litauen festgestellt wurde und Begriffe wie „Free Tibet“ enthalten soll, habe man nicht nachvollziehen können. Weitere Nachforschungen oder andere Maßnahmen halte man in Deutschland deshalb nicht für erforderlich. Der Sprecher betonte, dass diese Aussage nur für die in Deutschland vertriebenen Smartphones getroffen werden könne.

Litauen sprach von möglicher Zensur

Das litauische Zentrum für Cybersicherheit hatte auf dem Xiaomi Mi 10T 5G nach eigenen Angaben eine Option entdeckt, die eine Zensur politischer und pornografischer Inhalte des integrierten Browsers erlaube. In Europa soll diese zwar deaktiviert gewesen sein, hätte sich jedoch jederzeit auch aus der Ferne ohne Einwilligung durch den Nutzer aktivieren lassen, so die Anschuldigungen.

Xiaomi hatte die Vorwürfe aus Litauen umgehend zurückgewiesen und jegliche Zensur bestritten.