DDR5-RAM auf AM5: AMD RAMP beschleunigt den Speicher bei Ryzen 7000

0
79

AMD RAMP (Ryzen Accelerated Memory Profile) soll mit Intel XMP 3.0 konkurrieren, wie es die Core-i-12000-Serie (Test) nutzt und DDR5 mit Hilfe von OC-Profilen über die JEDEC-Spezifikationen hinaus beschleunigt. Damit tritt AMD RAMP die Nachfolge der weniger erfolgreichen Vorgängers A-XMP sowie AMP („AMD Memory Profile“) an.

RAMP ist das Intel XMP 3.0 von AMD

Nachdem der Begriff „AMD RAMP“ nach der Demo von AMD Ryzen 7000 alias Raphael auf Basis von Zen 4 zur CES 2022 immer wieder mal in der Gerüchteküche kursierte, herrscht jetzt ein wenig mehr Klarheit über die Hintergründe der Technik. Das Systemtool HWiNFO v7.17 Beta führt AMD RAMP seit kurzem als Feature:

HWiNFO v7.17 Beta liefert erstmals initialen Support für AMD RAMP

Die Redaktion nutzte die Gunst der Stunde und fragte kurzerhand beim Autor nach, welcher als „Mumak“ auch im ComputerBase-Forum aktiv ist, und erhielt die folgenden Informationen.

AMD RAMP steht schlicht für „AMD Ryzen Accelerated Memory Profile“ und soll den neuen DDR5-Arbeitsspeicher wie Intel XMP 3.0 über die bekannten JEDEC-Standards hinaus beschleunigen können.

Da kaum ein RAM-Hersteller auf den XMP-Standard von Intel verzichtet, ist davon auszugehen, dass das Pendant von AMD sehr ähnlich funktionieren wird. DDR5-Speichermodule, die AMD RAMP unterstützen, werden somit vermutlich auch Intel XMP 3.0 unterstützen und andersherum. Dennoch dürfte es eine Auswahl an Speicherriegel explizit für AMD Ryzen 7000 geben, zumindest für das Marketing funktioniert so etwas wie in der Vergangenheit immer.

G.Skill Fortis und Flare X (Bild: G.Skill)

RAMP folgt auf A-XMP und AMP

AMD RAMP ist damit der nächste Anlauf des Herstellers, einen zu XMP konkurrierendes OC-Standard für Speichermodule zu etablieren, nachdem A-XMP und AMP („AMD Memory Profile“) in der Vergangenheit auch bei den Herstellern nur auf wenig Zuspruch stießen und nur selten offiziell unterstützt wurden.

Auch aus diesem Grund gehen Mainboardhersteller bei AMD-Plattformen zumeist ihren eigenen Weg, wie Asus mit DOCP („Direct Overclocking Profile“) und Gigabyte mit EOCP („Extended Overclocking Profil“), oder nutzen schlicht Intel XMP, was alles auf AMD-Mainboards bisher auch problemlos funktionierte.

Ob der neue Anlauf mit AMD Ryzen 7000 („Raphael“) auf AM5 und AMD RAMP gelingt und ob der Standard bei den RAM-Herstellern auf Akzeptanz stößt, hängt nicht zuletzt auch vom Erfolg der neuen Plattform ab, die für das zweite Halbjahr erwartet wird.