Godfall: Challenger Edition: Abgespeckte Version streicht den schlechtesten Teil

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Das Action-RPG Godfall gibt es ab sofort in einer abgespeckten Version für weniger Geld. Sie streicht die Story und entlässt Spieler direkt in die drei Endgame-Modi. Dass dafür Geld verlangt wird, dient in erster Linie der Werbung, denn eigentlich gibt es die „Challenger Edition“ kostenlos.

Zwar trägt die neue Ausgabe des Spiels ein Preisschild – sie soll rund 15 Euro kosten – wird aber aktuell auf allen Plattformen zunächst auch ohne Mehrkosten angeboten. Auf PlayStation-Konsolen kann sie ab dem 7. Dezember bis zum Monatsende als Teil des PlayStation-Plus-Programms bezogen werden, auf dem PC wird sie über den Epic Games Store bei Erscheinen ab dem 9. Dezember bis zum 16. Dezember kostenlos verfügbar sein.

Mit der Challenger Edition können Spieler ihren Charakter optional sofort auf das höchste Level bringen und mit passender Startausstattung sofort die Endgame-Modi spielen. Im erst im August hinzugefügten „Lightbringer“-Modus gilt es, in „Kursen“ drei Tränen zu schließen und schließlich einen Bosskampf zu absolvieren. Dreamstones verspricht zufallsgenerierte Kämpfe mit unterschiedlichen Herausforderungen, der „Tower of Trials“ besteht aus einer Reihe immer schwieriger werdenden Ebenen. Matchmaking und Cross Play mit den Komplettversionen von Godfall ist dabei uneingeschränkt möglich.

PlayStation-Besitzer waren darüber wenig begeistert, berichtet Eurogamer. Sie erwarten als Teil des Abos Vollversionen von Vollpreisspielen und nicht etwas, das sie als Demo wahrnehmen und das mit einem 45-Euro-Upgrade auf die normale Ausgabe wirbt. Die Entwickler vermieden dieses Label in einer Stellungnahme gegenüber der Seite und sprachen von einer „heruntergesetzten Ausgabe mit eingeschränkten Features“.

Wirkung fraglich

Eine derart abgespeckte Version des Spiels erfüllt eine Doppelfunktion. Zunächst bringt sie neue Spieler in das Endgame, das bei Loot-Spielen leicht den größten Teil der Spielzeit ausmacht. Von einem derart vergrößerten Spielerpool profitieren die Käufer der Vollpreisversionen.

Ganz offenkundig soll sie aber auch als Appetithappen zum Kauf der Kampagne animieren und erfüllt so die Funktion einer Demo, indem sie einen potentiell spannenden Teil von Godfall als Ausblick zugänglich macht. Ob das klappt, sei dahingestellt, denn, so kommentieren Spieler etwa auf Reddit, fehle der Challenger Edition im Grunde nur das Tutorial, mehr sei die Kampagne nicht. Wesentlich eingeschränkt werden Käufer nicht, eher ist das Gegenteil der Fall. Die Story wird zudem als „unglaublich stumpfe Schinderei“ bezeichnet, ihre Missionen gebe es darüber hinaus auch im Dreamstones-Modus. Eine Garantie auf den großen Durchbruch ist das aber nicht. Auf Metacritic liegt das Spiel bei nur 59 von 100 beziehungsweise 3.9 von 10 Punkten, was nicht nur an der Story, sondern auch Spielmechaniken liegt.