Crucial MX500 „M3CR033“ im Test: Die SSD-Empfehlung mit Stand 2017 und 2021 im Vergleich

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Auch in der SSD-Kaufberatung von ComputerBase ist die Crucial MX500 selbst vier Jahre nach ihrer Markteinführung noch immer eine solide Empfehlung unter den SATA-SSDs. Doch ist sie es wirklich noch? ComputerBase zieht mit der aktuellen MX500 samt neuer Firmware „M3CR033“ und veränderter Hardware den Vergleich zum Original.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1 Vergleich MX500 vs. MX500 2.0
    1. Controller, NAND und Firmware aktualisiert
    2. SM2259 folgt auf SM2258
  2. Testsystem und Testmethodik
    1. Neue Voraussetzungen für den Temperatur-Test
  3. Cache-Analyse (SLC-Modus)
  4. Kopiervorgänge im Explorer
  5. Leistungsbeständigkeit im PCMark 10
  6. CrystalDiskMark
  7. Temperaturen über die Zeit
  8. Fazit
    1. Günstige NVMe-SSDs als Alternative

Vergleich MX500 vs. MX500 2.0

Im Dezember 2017 hat ComputerBase mit der Crucial MX500 (Test) den Nachfolger der MX300 getestet. Mit mehr Leistung ohne große Schwächen, einer gewohnt guten Ausstattung und zwei Jahre längerer Garantie verdiente sich die MX500 als beste MX-SSD seit der MX100 die ComputerBase-Empfehlung. Bis heute zählt die MX500-Serie zu den populärsten Consumer-SSDs im Online-Handel und ist steter Gast bei den Empfehlungen in der SSD-Kaufberatung der Redaktion.

Allerdings hat Crucial die MX500 zwischenzeitlich einer „Frischzellenkur“ unterzogen. Was es mit dieser Neuauflage unter gleichem Namen auf sich hat, wo die Unterschiede liegen und ob die Leistung auch weiterhin passt, klärt ComputerBase in einer kurzen Neuauflage des Tests der MX500 mit neuer Revision.

Controller, NAND und Firmware aktualisiert

Dass es sich um eine Neuauflage handelt, wird schon anhand der Firmware-Version deutlich. Die ursprüngliche Fassung aus dem Dezember 2017 ist mit der Firmware M3CR010 bestückt. Nach einigen Firmware-Updates geht es mit dieser Hardware nur bis M3CR023 weiter. Nur für die Neuauflage ist hingegen die Firmware M3CR032 respektive das Update M3CR033 bestimmt, das es nicht für die Urfassung der MX500 gibt.

Bildvergleich: Das PCB der Crucial MX500 1 TB mit Firmware M3CR010 aus dem Jahr 2017 Das PCB der Crucial MX500 1 TB mit Firmware M3CR033 aus dem Jahr 2020

Das hat auch seinen Grund, denn Crucial hat einige Veränderungen an den Komponenten vorgenommen, wie der Blick ins Innere des neuen Testmusters mit 1 TB Speicherplatz zeigt. Als Erstes fällt das deutlich geschrumpfte PCB ins Auge. Statt der insgesamt 16 NAND-Packages mit je 64 GB bei der alten MX500 1 TB sind jetzt für die gleiche Speicherkapazität nur noch vier NAND-Packages mit je 256 GB verbaut, was entsprechend Platz spart. Pro Package sind in der Neuauflage je vier 512-Gigabit-Dies untergebracht. Es handelt sich wie gehabt um TLC-NAND mit 3 Bit pro Speicherzelle, allerdings gehört dieser zu einer jüngeren Generation.

Crucial MX500 1 TB (alt, „M3CR010“)
Crucial MX500 1 TB (neu, „M3CR033“)

Controller
Silicon Motion SM2258H
4 NAND-Channel
Silicon Motion SM2259H
4 NAND-Channel

Firmware
M3CR010
M3CR033

Cache
1.024 MB DDR3-1866 (2 × 512 MB)

NAND-Packages
16 × Micron 7TA22 NW925
4 × Micron 0SB2D NW952

NAND-Dies/Package
2 (Micron 3D-TLC-NAND, 64 Layer, 256 Gbit)
4 (Micron 3D-TLC-NAND, ? Layer, 512 Gbit)

Schnittstelle
SATA 6 Gb/s

SM2259 folgt auf SM2258

Während der DRAM-Cache mit zwei DDR3-1866-Bausteinen à 512 MB und somit insgesamt rund 1 GB Speicherkapazität beim 1-TB-Modell unverändert ist, gibt es auch beim SSD-Controller eine Änderung. Statt des SM2258 (PDF) kommt der SM2259 (PDF) zum Einsatz. Dabei handelt es sich um eine leicht überarbeitete Version des 4-Kanal-Controllers von Silicon Motion.

Crucial MX500 1 TB: PCB-Rückseite der Varianten mit Firmware M3CR010 und M3CR033 (oben) im Vergleich
Die neue MX500 nutzt den Controller SM2259H, die alte noch SM2258H

Bei gleichen sequenziellen Durchsatzraten sollen beim wahlfreien Lesen/Schreiben mehr IOPS möglich sein, was aber letztlich auch an Messungen mit neuerem und schnellerem NAND-Flash liegen kann. Einige Punkte, die beim SM2258 im Datenblatt fehlen, erscheinen neu: Beim SM2259 spricht Silicon Motion explizit von der Unterstützung von QLC-NAND und einer „End to end data protection“ mit „SRAM ECC“. Zudem unterstützt der SM2259 als Versorgungsspannungen für den Speicher (Flash VCCQ) 1,8 Volt und 1,2 Volt, während beim SM2258 3,3 Volt und 1,2 Volt angegeben sind. Außerdem wird der SM2259 mit Unterstützung für die ONFI-4.0-NAND-Schnittstelle und DDR4-DRAM beworben.

SM2259
SM2258

NAND-Channel
4

CE/Channel
8

Sequenziell Lesen/Schreiben
560/520 MB/s

Wahlfrei Lesen/Schreiben
100K/90K IOPS
90K/80K IOPS

NAND-Support
TLC/QLC
MLC/TLC

Interface-Support
ONFI 4.0, Toggle 2.0
ONFI 3.0, Toggle 2.0, Asynchronous

Flash VCCQ
1,8 V/1,2 V
3,3 V/1,8 V

Package
323-ball TFBGA
336-ball TFBGA

Von beiden Controllern gibt es auch eine DRAM-lose Variante namens SM2258XT respektive SM2259XT, die hier aber keine Rolle spielt.

Testsystem und Testmethodik

Die nachfolgenden Benchmarks wurden auf einem System mit AMD Ryzen 7 3800X (Test) durchgeführt. M.2-SSDs werden im obersten M.2-Slot des Gigabyte Aorus X570 Master zwischen AMDs Wraith-Max-Kühler und einer MSI Radeon R7 370 betrieben. Sofern die SSD selbst über keinen Kühler verfügt, wird der Kühler des Mainboards genutzt.

Für Belüftung sorgen der 120-mm-Lüfter im Heck und die zwei 140-mm-Ventilatoren in der Front des Gehäuses Fractal Design Meshify 2 Compact. Das stellt eine Veränderung gegenüber vergangenen Tests dar. Die Lüfter in der Front drehen konstant mit 500 U/min, der im Heck und der des CPU-Kühlers mit 900 U/min.

Neue Voraussetzungen für den Temperatur-Test

Weil der RAM den Luftstrom von den Frontlüftern blockiert und der Wraith-Cooler kaum Luft zum M.2-Slot abgibt, sind die thermischen Anforderungen an die SSD groß. Mit dem alten Gehäuse und dem Wraith-Spire-Kühler mit mehr Konvektion am M.2-Slot war das noch anders. Für die Aussagekraft der Temperatur-Tests ist das allerdings von Vorteil, denn auch Rechner mit Tower-Kühler oder AiO belüften den ersten M.2-Slot ähnlich schwach. Um das Thema Temperatur in den Benchmarks nicht durchschlagen zu lassen, wird die SSD in diesen Tests hingegen zusätzlich aktiv belüftet.

Windows 10 Version 1909 mit allen aktuellen Updates ist installiert. Der Schreibcache ist aktiviert.

Als Ausnahme von dieser Regel wurde die Samsung Portable X5 SSD an einem Razer Blade 15 2018 mit Intel Core i7-8750H betrieben (Windows 10 1909), das im Gegensatz zum AMD-System über einen Thunderbolt-3-Anschluss verfügt. Der Schreibcache war auch hier aktiviert.

  • Grüne Linie: Externe SSDs (USB, Thunderbolt)
  • Orange Linie: SATA-SSDs (2,5 Zoll)
  • Rote Linie: NVMe-SSDs (PCI Express 4.0, M.2)
  • Blaue Linie: NVMe-SSDs (PCI Express 3.0, M.2)
  • Schwarze Linie: SATA-HDDs (3,5 Zoll)

Cache-Analyse (SLC-Modus)

Wie ausdauernd der SLC-Modus ausfällt, testet ComputerBase wie folgt: Eine komprimierte RAR-Datei mit 10 GB Größe wird aus einer RAM-Disk mit fortlaufender Nummer in der Dateibezeichnung so oft ohne Pause auf die leere Test-SSD geschrieben, bis die Kapazitätsgrenze erreicht ist. Für jeden Kopiervorgang wird die erreichte Transferrate protokolliert. Direkt nach dem letzten Transfer werden 50 Prozent der erstellten Dateien gelöscht, im Anschluss wird der SSD eine halbe Stunde Ruhe gegönnt. Dann wird sie abermals mit den RAR-Dateien vollgeschrieben, anschließend werden 20 Prozent der Dateien gelöscht. Nach erneuter 30-minütiger Pause erfolgt der dritte Durchgang: Ausgehend von 80 Prozent Füllstand wird die SSD wieder mit den 10 GB großen RAR-Dateien gefüllt. Der Test soll die Abhängigkeit des SLC-Modus vom Füllgrad der SSD ermitteln.

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Leistung Schreiben nach Füllstand (MX500 1 TB M3CR033)Leistung Schreiben nach Füllstand (MX500 1 TB M3CR010)Leistung Schreiben nach Füllstand (Samsung 870 QVO 1 TB)Leistung Schreiben nach Füllstand (Samsung 970 Evo Plus 500 GB)

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Bei 50 Prozent Füllstand und mehr erweist sich die Schreibrate der Crucial MX500 2.0 als etwas „unruhiger“. Am Ende pendelt sich das Niveau aber wieder bei rund 400 bis 420 MB/s ein. Für eine günstige SATA-SSD ist diese Leistung nach dem SLC-Modus ordentlich und weitaus höher als etwa bei einer Samsung 870 QVO mit QLC-NAND und knapp 80 MB/s. Die Samsung 870 Evo bleibt aber die etwas schnellere SATA-SSD mit TLC-Speicher und erreicht über 430 MB/s beim Schreiben.

Kopiervorgänge im Explorer

Mit welcher Transferrate die SSD Daten schreiben kann, haben die Tests zur Analyse des SLC-Modus bereits herausgearbeitet und dabei auch die Abhängigkeit von der Verfügbarkeit des SLC-Modus herausgestellt. Die nachfolgenden Diagramme weisen darüber hinaus noch einmal die erforderliche Zeit für das Vollschreiben von 0, 50 und 80 Prozent Füllstand aus.

  • Rot: NVMe-SSDs (PCI Express 4.0, M.2)
  • Blau: NVMe-SSDs (PCI Express 3.0, M.2)
  • Schwarz: SATA-HDDs (3,5 Zoll)
  • Orange: SATA-SSDs (2,5 Zoll)
  • Grün: Externe SSDs (USB, Thunderbolt)

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Zeitbedarf für das Vollschreiben (0 bis 100 Prozent)Zeitbedarf für das Vollschreiben (50 bis 100 Prozent)Zeitbedarf für das Vollschreiben (80 bis 100 Prozent)

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Die neue Version der MX500 benötigt 3 Prozent mehr Zeit für das vollständige Befüllen von 1 TB Speicherplatz als die alte Version. Von 50 auf 100 Prozent Füllstand herrscht praktisch Gleichstand, bei 80 bis 100 Prozent ist die neue MX500 wiederum 2 Prozent schneller. Wie erwartet ist die Samsung 870 Evo überall etwas flotter. Die Samsung 870 QVO ist durch die QLC-Bremse hingegen weit abgeschlagen.

24 Einträge

Kopieren von der SSD
Einheit: Megabyte pro Sekunde (MB/s)

  • 10 GB .rar auf die RAM-Disk:

    • WD Black SN850 1 TB2.083,04
    • Corsair MP600 1 TB2.034,85
    • Corsair MP600 Pro 2 TB2.027,47
    • Samsung 970 Evo Plus 500 GB1.961,20
    • Corsair MP510 1 TB1.932,02
    • Samsung 980 Pro 2 TB1.928,00
    • Samsung 980 Pro 500 GB1.876,80
    • WD Black SN750 1 TB1.802,52
    • Corsair MP600 2 TB1.758,00
    • Samsung 980 1 TB1.693,07
    • WD Blue SN550 2 TB1.567,80
    • Kingston A1000 480 GB956,90
    • SanDisk Extreme Pro Portable 1 TB701,25
    • Crucial X6 Portable 2 TB497,08
    • Crucial MX500 1 TB (M3CR033)494,62
    • Samsung 870 Evo 1 TB494,00
    • Crucial MX500 1 TB (M3CR010)491,66
    • SanDisk Ultra Plus 256 GB475,15
    • Samsung 870 QVO 1 TB461,90
    • Patriot P210 2 TB (2. Muster)441,44
    • Crucial X6 Portable 4 TB379,70Hinweise im Text beachten
  • 23 GB Steam-Ordner auf die RAM-Disk:

    • Corsair MP600 Pro 2 TB1.955,35
    • Samsung 980 Pro 2 TB1.931,43
    • WD Black SN850 1 TB1.916,20
    • Corsair MP600 1 TB1.867,22
    • Samsung 980 Pro 500 GB1.839,60
    • Corsair MP510 1 TB1.680,59
    • WD Black SN750 1 TB1.647,03
    • Samsung 970 Evo Plus 500 GB1.637,70
    • Corsair MP600 2 TB1.602,00
    • Samsung 980 1 TB1.600,82
    • WD Blue SN550 2 TB1.377,40
    • Kingston A1000 480 GB885,65
    • SanDisk Extreme Pro Portable 1 TB678,19
    • Crucial X6 Portable 4 TB513,80
    • Crucial X6 Portable 2 TB483,20
    • Crucial MX500 1 TB (M3CR010)481,49
    • Crucial MX500 1 TB (M3CR033)480,97
    • Samsung 870 Evo 1 TB472,00
    • Patriot P210 2 TB (2. Muster)460,81
    • Samsung 870 QVO 1 TB451,70
    • SanDisk Ultra Plus 256 GB444,15

Beim Lesen von der SSD liegen die SATA-SSDs erwartungsgemäß dicht beieinander. Die MX500 ist in beiden Ausführungen ähnlich schnell und etwas flotter als Patriot P210 und Samsung 870 QVO.

22 Einträge

Kopieren auf der SSD, 195 GB Steam-Spiele

  • Dauer:

    • Corsair MP600 Pro 2 TB108,5
    • Samsung 980 Pro 2 TB110,3
    • WD Black SN850 1 TB126,8
    • Corsair MP600 1 TB147,0
    • Corsair MP600 2 TB150,0
    • WD Black SN750 1 TB183,1
    • Samsung 980 Pro 500 GB248,6
    • WD Blue SN550 2 TB294,2
    • Samsung 970 Evo Plus 500 GB321,7
    • Samsung 980 1 TB358,2
    • Corsair MP510 1 TB368,7
    • SanDisk Extreme Pro Portable 1 TB479,8
    • Kingston A1000 480 GB538,0
    • Crucial X6 Portable 4 TB659,5
    • Samsung 870 Evo 1 TB929,5
    • Crucial MX500 1 TB (M3CR010)992,0
    • Crucial MX500 1 TB (M3CR033)1.006,0
    • Patriot P210 2 TB (2. Muster)1.154,4
    • Crucial X6 Portable 2 TB2.289,0
    • Samsung 870 QVO 1 TB2.773,0
    • Crucial BX200 480 GB2.988,5

    Einheit: Sekunden

  • Transferrate (Durchschnitt):

    • Corsair MP600 Pro 2 TB1.845,1
    • Samsung 980 Pro 2 TB1.814,3
    • WD Black SN850 1 TB1.588,9
    • Corsair MP600 1 TB1.361,5
    • Corsair MP600 2 TB1.334,0
    • WD Black SN750 1 TB1.092,9
    • Samsung 980 Pro 500 GB804,7
    • WD Blue SN550 2 TB680,2
    • Samsung 970 Evo Plus 500 GB622,1
    • Samsung 980 1 TB562,3
    • Corsair MP510 1 TB542,7
    • SanDisk Extreme Pro Portable 1 TB417,1
    • Kingston A1000 480 GB371,8
    • Crucial X6 Portable 4 TB303,5
    • Samsung 870 Evo 1 TB215,3
    • Crucial MX500 1 TB (M3CR010)201,7
    • Crucial MX500 1 TB (M3CR033)198,8
    • Patriot P210 2 TB (2. Muster)173,4
    • Crucial X6 Portable 2 TB87,5
    • Samsung 870 QVO 1 TB72,3
    • Crucial BX200 480 GB67,0

    Einheit: Megabyte pro Sekunde (MB/s)

Auch beim Kopieren auf der SSD gibt es zwischen MX500 und MX500 2.0 praktisch einen Gleichstand. Hier trennt sich bei den SATA-SSDs die Spreu vom Weizen, denn Budgetmodelle wie die Samsung 870 QVO oder auch die alte
Crucial BX200 mit 480 GB und extrem langsamer Schreibrate nach dem SLC-Cache fallen hier weit zurück.

Leistungsbeständigkeit im PCMark 10

Leichte Vorteile für die ältere MX500 ergeben sich beim „Quick System Drive Benchmark“ des PCMark 10, der Abstand beträgt aber nur 4 Prozent. Die Samsung-Konkurrenz inklusive der 870 QVO, die in diesem Test ganz auf den SLC-Modus bauen kann, ist hier deutlich schneller.

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PCMark10 Drive Performance ConsistencyPCMark10 Drive Performance Light

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CrystalDiskMark

Meist nur marginale Unterschiede zwischen den Versionen sind im CrystalDiskMark zu messen. Größere Abstände gibt es aber beim wahlfreien Lesen/Schreiben von 4K-Daten bei einem ausstehenden Befehl und einem Thread (4KiB/Q1T1). Dort liegt die alte MX500 mindestens 10 Prozent in Führung.

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CrystalDiskMark 6.0.0 (Lesen)CrystalDiskMark 6.0.0 (Schreiben)

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Temperaturen über die Zeit

Die nachfolgenden Temperatur-Tests werden vom neuen Gehäuse des Testsystems und vom anderen CPU-Kühler beeinflusst. Es sind aus diesem Grund vorerst nur wenige Vergleichswerte vorhanden.

Da SATA-SSDs – ganz anders als ihre PCIe-Pendants – für gewöhnlich nicht sehr warm werden, sind die Temperaturmessungen nicht so entscheidend, aber dennoch interessant. Denn bei der neuen MX500 liegen die Temperaturen etwa 5 °C niedriger als bei der alten MX500. Als Ursache ist das insgesamt vereinfachte Design mit weniger Komponenten und entsprechend geringerer Leistungsaufnahme denkbar.

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Temperaturverlauf seq. LesenLeistungsverlauf seq. LesenTemperaturverlauf seq. SchreibenLeistungsverlauf seq. Schreiben

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Fazit

Die neu aufgelegte Crucial MX500 mit SM2259-Controller erweist sich im Test als quasi genauso schnell wie die ältere MX500 mit SM2258 aus dem Jahr 2017 (Test). Auch Crucial hat die Hardware der SSD zwar mittlerweile komplett überarbeitet – höchstwahrscheinlich, um die Kosten zu senken –, dabei aber sichergestellt, dass die Charakteristik der SSD erhalten bleibt. QLC statt TLC ohne Hinweis gibt es hier nicht.

War die Crucial MX500 vor über drei Jahren eine Empfehlung für preisbewusste SATA-Käufer, so hat dies auch im Jahr 2021 Bestand. Die Leistung ist nicht ganz so hoch wie jene der Samsung 870 Evo (Test), die aber dafür ein gutes Stück teurer ist. Käufer bekommen zum kleinen Preis bewährte TLC-Technik mit solider Leistung und einer Schreibrate, die auch nach dem SLC-Cache noch mehr als 400 MB/s erreicht.

Crucial MX500 1 TB mit Firmware M3CR010 aus 2017 und M3CR033 aus 2020 im Test

SSDs mit schlechterem QLC-Speicher wie die Samsung 870 QVO (Test) sind nicht wesentlich günstiger als die MX500, haben aber die extrem niedrige Schreibrate nach dem SLC-Cache als Achillesferse, die sich je nach Anwendung stark negativ bemerkbar machen kann. Dafür gibt es die 870 QVO mit bis zu 8 TB. Samsung 870 Evo und SanDisk Ultra 3D sind mit bis zu 4 TB zu haben. Die Crucial MX500 ist hingegen nur mit maximal 2 TB verfügbar. Neben der 2,5-Zoll-Version ist auch eine M.2-Version mit SATA und maximal 1 TB vorhanden.

Preisvergleich (Preis und Preis pro Gigabyte)

250 GB
500 GB
1 TB
2 TB
4 TB
8 TB

Crucial MX500 (2,5", SATA, TLC)
40 € (16 Ct)
55 € (11 Ct)
79 € (8 Ct)
186 € (9 Ct)

Crucial MX500 (M.2, SATA, TLC)
41 € (16 Ct)
61 € (12 Ct)
120 € (12 Ct)


Samsung 870 Evo (2,5", SATA, TLC)
40 € (16 Ct)
62 € (12 Ct)
100 € (10 Ct)
197 € (10 Ct)
393 € (10 Ct)

Samsung 870 QVO (2,5", SATA, QLC)


88 € (9 Ct)
175 € (9 Ct)
336 € (8 Ct)
640 € (8 Ct)

SanDisk Ultra 3D (2,5", SATA, TLC)
40 € (16 Ct)
56 € (11 Ct)
85 € (9 Ct)
189 € (9 Ct)
368 € (9 Ct)

WD Blue SN550 (M.2, PCIe, TLC)
36 € (15 Ct)
53 € (11 Ct)
90 € (9 Ct)
204 € (10 Ct)

Crucial P1 (M.2, PCIe, QLC)

56 € (11 Ct)
95 € (10 Ct)
199 € (10 Ct)

Günstige NVMe-SSDs als Alternative

Inzwischen haben günstige M.2-SSDs mit PCIe und NVMe nahezu das Preisniveau der SATA-Verkaufsschlager erreicht. Sofern das Mainboard den entsprechenden Anschluss mitbringt beziehungsweise ein solcher noch frei ist, bietet sich hier eine nahezu preisgleiche Alternative mit potenziell mehr Leistung, aber weniger maximalem Speicherplatz zu den SATA-Modellen an. Besonders günstig, aber auch empfehlenswert ist derzeit die WD Blue SN550 (Test) von Western Digital. Crucial hat mit der P1 ebenfalls eine günstige NVMe-Alternative im Programm.

Kontinuierlich aktualisierte, ehrliche SSD-Empfehlungen der Redaktion auf Basis umfassender Tests gibt es auf ComputerBase im Artikel Bestenliste: SSD-Kaufberatung für Spieler und Profis für Frühjahr 2021.

ComputerBase hat die MX500 mit Firmware MR3CR033 leihweise von Crucial zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Es gab kein NDA.

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