The Masquerade – Bloodlines 2: Paradox feuert Entwickler und stoppt Vorbestellungen

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Die Entwicklung des Vampire-Rollenspiels Bloodlines 2 verlief bislang schwerlich geradlinig. Nun wurde das Entwicklerstudio gefeuert. Damit einher geht eine weitere Verschiebung des Spiels, das nun nicht mehr in diesem Jahr fertiggestellt werden wird.

Die Verschiebung kündigt Paradox Interactive im Quartalsbericht an. Von der Verschiebung sind neben Bloodlines 2 weitere, unangekündigte Projekte betroffen, die gesetzte Qualitätsstandards aufgrund der Pandemie gegenwärtig noch nicht erreicht haben.

Ein radikaler Schritt

Im Falle des Vampirspiels gehen die Probleme aber tiefer, da Hardsuit Labs die Entwicklung nicht länger federführend betreuen wird – und Paradox für Bloodlines 2 Anteile an dem Entwickler erworben hatte. Dass dieser nun von seinen Aufgaben entbunden wird, ist ein drastischer Schritt und nicht ohne Risiko. Die Fertigstellung übernehme ein „neues Partnerstudio“, schreibt Paradox.

Einen neuen Zeitraum für die Fertigstellung nennt das Unternehmen nicht. Auch dies deutet darauf hin, dass größere Änderungen zu erwarten sind, für die sich kein näherer Zeitbedarf kalkulieren lässt. Dass sogar ein größerer Zeitraum angesetzt wird, zeigt eine weitere Entscheidung: Vorbestellungen würden nicht länger entgegengenommen, schreibt Paradox auf seiner aktuell nicht erreichbaren Homepage (via Reddit), wenngleich sich diese Ankündigung noch nicht auf Plattformen wie Steam ausgewirkt hat, wo der Kauf weiterhin möglich ist. Ausdrücklich bestätigt wird, dass das Spiel sich weiter in der Entwicklung befindet.

Ankündigung mit Ansage

Eigentlich erscheinen sollte das Spiel schon 2019. Auf eine erste Verschiebung folgte im August 2020 eine zweite. Kurz darauf wurden der Creative Director sowie der Lead Writer des Projekts, der schon in wesentlicher Funktion an Bloodlines 1 mitgewirkt hatte, entlassen beziehungsweise mit anderen Aufgaben betraut.

Dies sei im Rahmen von „organisatorischen Änderungen“ geschehen. Bereits zu diesem Zeitpunkt ließ sich absehen, dass die Entwicklung in Schwierigkeiten steckt, wenn derart hohe Positionen kurz vor dem eigentlichen Ende der Arbeiten neu besetzt werden, was bereits die nächste Verschiebung oder qualitative Probleme des fertigen Spiels erwarten ließ. Die zweite Variante schien für Paradox aber nicht akzeptabel.