E-Auto: Hyundai Ioniq 5 macht das Cockpit zum Wohnzimmer

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Der Ioniq 5 ist das erste elektrische Modell der von Hyundai gegründeten Submarke Ioniq. Als CUV (Crossover Utility Vehicle) ausgelegt, basiert er auf der neuen Electric Global Modular Platform (E-GMP). Diese schafft im Innenraum einen flachen Boden mit beweglicher Insel. Zwei 12,25-Zoll-Displays zieren das Wohnzimmer-Cockpit.

Mit der Submarke Ioniq (Ion + Unique) will Hyundai eine Vorreiterrolle im Bereich der alternativen Antriebe einnehmen. Der Ioniq 5 ist das erste Modell dieser elektrischen Marke und soll nach der heutigen Vorstellung im Frühsommer 2021 auf den deutschen Markt kommen. Geplant ist ein Basismodell mit „umfangreicher Ausstattung“ für 41.900 Euro, das mit 58-kWh-Batterie und Heckantrieb mit 125 kW kommt. Zur Serienausstattung zählen Voll-LED-Scheinwerfer, LED-Rückleuchten, 19-Zoll-Leichtmetallfelgen und das neue Cockpit mit zwei großen Bildschirmen.

Zur Vorstellung legt Hyundai ein auf weltweit 3.000 Einheiten limitiertes Sondermodell mit „Project 45 Paket“ auf, das ab sofort reserviert werden kann, 59.550 Euro kostet und unter anderem mit 72,6-kWh-Batterie sowie Allradantrieb mit 225 kW kommt. Sonderausstattung wie Vordersitze mit Relax-Funktion, eine elektrisch verschiebbare Rücksitzbank, ein Solardach und 20-Zoll-Leichtmetallfelgen gehören ebenfalls dazu.

Relaxen während des Ladevorgangs

Die Relax-Sitze sind Teil des sehr speziellen Raumerlebnisses des Ioniq 5, das Wohnzimmeratmosphäre in den Innenraum des Fahrzeugs bringen soll. Die Vordersitze sind beheizbar und mit einer ausklappbaren Beinauflage samt Relax-Funktion ausgestattet. Fahrer und Beifahrer können sich in einem „ergonomisch optimalen Winkel“ zurücklehnen, um sich beispielsweise während eines Ladevorgangs auszuruhen. Autonom fährt der Ioniq 5 so aber noch nicht. In normaler Sitzposition soll das um 30 Prozent reduzierte Volumen der vorderen Rückenlehnen auch den hinter Passagieren mehr Platz als normalerweise bieten. Die Rücksitzbank lässt sich umklappen und elektrisch um bis zu 135 Millimeter verschieben.

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Hyundai Ioniq 5

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Öko-Interieur mit beweglicher Insel

Herzstück des Interieurs stellt aber die neue Mittelkonsole auf flachem Boden dar, die sich um bis zu 140 Millimeter verschieben lässt. Diese Konstruktion soll ein flexibles Ein- und Aussteigen der Insassen ermöglichen und zu mehr Bewegungsfreiheit und Komfort führen. Der gesamte Innenraum setze auf umweltfreundliche, nachhaltig gewonnene Materialien und führe so den ganzheitlich ökologischen Leitgedanken des Ioniq 5 fort, erklärt Hyundai. Wo Leder zum Einsatz kommt, sei dieses mit Pflanzenölextrakten aus Leinsamen gefärbt und behandelt worden. Textilien werden aus nachhaltigen Fasern wie Bio-Zuckerrohr, Wolle und Garnen auf Pflanzenbasis hergestellt. Andere Stoffe wiederum werden aus Fasern recycelter PET-Plastikflaschen gewebt. Oberflächen wie das Armaturenbrett, die Schalter, das Lenkrad und die Türverkleidungen sind mit einem Polyurethan-Biolack beschichtet, der aus Raps- und Mais-Öl gewonnen wird.

Die bewegliche Insel des Ioniq 5 (Bild: Hyundai)

Volldigitales Cockpit ist serienmäßig

Im Kontrast zum eher naturbezogenen Innenraum steht der rein digitale Aufbau des Armaturenbretts mit zwei jeweils 12,25 Zoll großen Displays, die zur serienmäßigen Ausstattung gehören. Was dort dargestellt wird, soll der Fahrer nach individuellen Wünschen anpassen können. Nettes Detail: Links neben dem digitalen Kombiinstrument gibt es eine kleine analoge Pinnwand. Der zentral positionierte Bildschirm des Infotainmentsystems ist auch für die Anzeige von Apple CarPlay und Android Auto ausgelegt. Ein dritter „Bildschirm“ lässt sich vor dem Fahrzeug als Augmented-Reality-Display aufspannen. Das AR-Head-up-Display soll einer wahrgenommenen Diagonalen von 44 Zoll entsprechen und die wichtigsten Fahr- und Fahrzeuginformationen direkt in das Sichtfeld des Fahrers projizieren. Der akustischen Untermalung dient ein Audiosystem von Bose mit acht Lautsprechern, einschließlich eines Subwoofers.

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Hyundai Ioniq 5

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Autobahnassistent unterstützt beim Spurwechsel

Die Assistenzsysteme versammelt Hyundai unter dem Namen SmartSense und bietet im Ioniq 5 erstmals den Autobahnassistenten der zweiten Generation (HDA 2) an. Mit diesem System kann der Ioniq 5 durch Frontkamera, Radarsensoren und Navigationsdaten sowie gezielter Lenk- und Bremseinsätze gestützt sowohl in der Mitte der Fahrspur gehalten werden als auch den vorgewählten Abstand zum vorausfahrenden Wagen wahren. Neu ist beim HDA 2 die Unterstützung des Fahrers auch bei einem Spurwechsel. Weitere Fahrassistenzsysteme sind unter anderem ein autonomer Notbremsassistent, ein aktiver Totwinkelassistent, eine intelligente Verkehrszeichenerkennung, ein Aufmerksamkeitsassistent sowie ein Fernlichtassistent.

800-Volt-Plattform lädt in zwei Richtungen

Die neue Electric Global Modular Platform (E-GMP) ermöglicht zum einen den neuartigen Innenraum, zum anderen stellt sie die 800-Volt-Technologie für besonders schnelle Ladevorgänge und die Vehicle-to-Load-Funktion, mit der der Fahrer den Batteriestrom inner- und außerhalb seines Fahrzeugs nutzen kann. Der Ioniq 5 lässt sich sowohl an 400-Volt- als auch an 800-Volt-Ladepunkten laden, ohne dass zusätzliche Komponenten oder Adapter erforderlich sind. An einer 350-kW-Schnellladesäule soll die Batterie in 18 Minuten von 10 auf 80 Prozent ihrer Kapazität kommen. Eine Ladedauer von 5 Minuten genüge für eine Reichweite von 100 km, erklärt der Hersteller. Mit großer Batterie und Heckantrieb soll die Reichweite bei 470 bis 480 km nach WLTP-Norm (vorläufiger Wert) liegen. Für die anderen Varianten liegen noch keine Angaben vor.

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Die technischen Daten des Ioniq 5 im Überblick

Über Vehicle-to-Load (V2L) lassen sich während der Fahrt oder im Stand beliebige elektrische Geräte wie E-Bikes, E-Scooter oder Notebooks mit bis zu 230-Volt-Wechselstrom speisen. Die V2L-Funktion liefert eine Leistung von bis zu 3,6 kW. Um Strom zu beziehen, verfügt das Auto über zwei V2L-Anschlüsse: Einer befindet sich unter den Sitzen der zweiten Reihe, ein weiterer außen am Ladeanschluss, der unter Verwendung eines Adapters für 230-Volt-Endgeräte genutzt werden kann.

Weitere Ioniq-Modelle geplant

Mit der neuen Submarke Ioniq sind in naher Zukunft weitere Fahrzeuge geplant. Bis 2024 will Hyundai das Angebot an Elektrofahrzeugen unter der Submarke um die Sportlimousine Ioniq 6 und das große elektrische SUV Ioniq 7 erweitern.