Carbon-Notebook: Im Vaio Z steckt Tiger Lake-H35 für 3.579 US-Dollar

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Mit dem Vaio Z hat der in Japan ansässige neue Eigentümer der Marke Vaio ein weiteres Notebook mit 14 Zoll Chassis aufgelegt, das durch ein außergewöhnliches Gehäuse aus Karbonfaser und gespickt mit aktueller Technik nur knapp ein Kilogramm leicht ist. Für das Business-Segment werden ein 4K-Display und optional viel RAM geboten.

Vaio setzt mit neuem Produkt ein Lebenszeichen ab

Die von Sony 2014 abgespaltene Notebook-Marke Vaio, um die es unter dem neuen Besitzer nach einer ersten Produktoffensive 2019 zuletzt vergleichsweise ruhig geworden ist, wird weiter am Leben gehalten. Auf die beiden schlanken und leichten Notebooks Vaio SX12 und SX14 in 12 respektive 14 Zoll, denen der Hersteller im vergangenen Jahr ein Upgrade auf Comet Lake-U verpasst hatte, folgt mit dem Vaio Z nun ein komplett neues Modell für Unternehmenskunden, das bei Leistung, Ausstattung und Preis einen oben drauf setzt.

Vaio Z

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Im Gegensatz zu den früheren Modellen, beispielsweise dem Vaio SX14 (Test), ist das Vaio Z im 14-Zoll-Formfaktor durch ein kostspieliges Carbon-Gehäuse eine Ausnahmeerscheinung, und auch bei der verwendeten Technik geht der Hersteller eigene Wege. Anstatt auf eine möglichst hohe Effizienz und lange Laufzeiten, ist das Vaio Z auf eine höhere Leistung getrimmt.

Schnellste Tiger-Lake-H35-CPU macht das 14-Zoll-Notebook flott

Nicht Intels aktuelle 15-Watt-CPUs aus der Familie Tiger Lake-U stecken im Notebook, sondern eine Platine bestückt mit Tiger Lake-H35 (Test) und einer TDP von 35 Watt bildet die Basis. Zwar bleibt es auch so weiterhin bei nur vier Kernen und acht Threads, durch die höhere maximale Energieaufnahme sind jedoch fortan Boost-Taktraten von bis zu 5 GHz möglich. Außerdem sitzt im stärksten H35-Prozessor Intels neue Grafikeinheit Iris Xe im Vollausbau mit 96 Ausführungseinheiten. Beispielsweise auch Asus setzt im zur CES 2021 vorgestellten TUF Dash F15 auf die größte H35-CPU der 11. Generation, den Intel Core i7-11375H.

Bis zu 32 GB RAM und UHD-Display als weitere Preistreiber

Auch beim Arbeitsspeicher fährt das Vaio Z keinen Sparkurs. In der 3.579 US-Dollar teuren Grundkonfiguration werden 16 GB LPDDR4-RAM mit einer Geschwindigkeit von 4.266 MHz geboten. 32 GB sind im Top-Modell verbaut, ebenfalls fest verlötet, das Vaio für 4.179 US-Dollar anbietet. Beim Massenspeicher reicht die Spanne der Wahlmöglichkeiten von 512 GB bis 2 TB in Form von PCIe-SSDs.

Das 14-Zoll-Display im Vaio Z bietet bei einem Seitenverhältnis von 16:9 eine UHD-Auflösung von 3.840 × 2.160 Bildpunkten. Typischerweise sollte die Bildwiederholfrequenz bei 60 Hz liegen. Konkret nennt der Hersteller dies im Datenblatt jedoch nicht. Bei den Anschlüssen sticht dank Tiger Lake zweimal Thunderbolt 4 über Typ-C-Buchsen hervor, aber auch HDMI 2.0 und ein WLAN-Modul mit Wi-Fi 6 samt Bluetooth 5.1 gehören zum Gesamtpaket. Weitere USB-Anschlüsse und Ethernet müssen über eine optionale Docking-Station realisiert werden.

Flaches Carbon-Chassis für ein geringes Gewicht

Mit Abmessungen von 320 × 221 × 12,2 ‑ 17 mm (B × T × H) ist das Vaio Z in Breite und Höhe kleiner als das Vaio ZX14, bei einem nahezu gleichbleibendem Gewicht von 1,05 kg. Der Akku soll für eine Laufzeit von 10 Stunden reichen und ist somit trotz gestiegener Leistungsaufnahme der CPU und einem vermutlich hungrigen UHD-Display standhafter als bisher. Welche Kapazität der Energiespeicher hat, nennt Vaio im Datenblatt indes nicht. Laut den veröffentlichten Bildern handelt es sich um ein Exemplar mit 53 Wh. Zuvor setzte der Hersteller auf einen mit 35 Wh kleineren Akku.

Zunächst nur in Nordamerika vorbestellbar

Das Vaio Z kann mit vorinstalliertem Windows 10 Pro (64 Bit) im Onlineshop des Herstellers in vier Ausstattungsvarianten zu einem Einstiegspreis von 3.579 US-Dollar vor Steuern vorbestellt werden. Ob das neue Vaio-Notebook auch den direkten Weg nach Deutschland über den hiesigen Vertrieb von Trekstor finden wird, ist derzeit nicht bekannt.