G-Sync Ultimate: Nvidia lockert offenbar Anforderungen an Monitore

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Zur Einführung von G-Sync Ultimate vor zwei Jahren hatte Nvidia noch eine Spitzenhelligkeit von mindestens 1.000 cd/m² als eine Voraussetzung für entsprechend zertifizierte Monitore genannt. Jüngst tauchten aber Monitore mit G-Sync Ultimate auf, die dies nicht erfüllen. Es zeigt sich, dass Nvidia die Richtlinien geändert hat.

Diverse HDR-600-Monitore sind „Ultimate“

Indirekt hat Nvidia selbst auf die heimliche Änderung hingewiesen, denn im Zuge der Ankündigung von zwei Neuzugängen unter den Monitoren mit G-Sync Ultimate fiel der Website PC Monitors etwas auf: Angepriesen wurden MSI MEG381CQR und LG 34GP950G als neue Modelle mit G-Sync Ultimate, obwohl beide nur mit DisplayHDR 600 zertifiziert sind, was für eine Spitzenhelligkeit von mindestens 600 cd/m² und nicht für mindestens 1.000 cd/m² wie bei DisplayHDR 1000 steht. Sogar Monitore mit DisplayHDR 400, wofür bereits mindestens 400 cd/m² genügen, werden laut dem Hinweis inzwischen von Nvidia unter G-Sync Ultimate geführt.

Die Redaktion kann den Hinweis nach eigener Recherche zum Teil bestätigen, wie folgende Liste zeigt. Nicht immer lässt sich jedoch klar herausstellen, welche Zertifizierung wirklich vorliegt, da die Herstellerseiten diesbezüglich manchmal Lücken offenbaren und die Produktlisten bei der VESA nicht alle Modelle aufführen.

Von Nvidia unter G-Sync Ultimate geführte Monitore (Stand 18.01.2021)

Monitor mit „G-Sync Ultimate“
DisplayHDR-Standard

MSI MEG381CQR
HDR 600

LG 34GP950G
HDR 600

HP OMEN X Emperium 65
HDR 1000

Dell AW3821DW
HDR 600

Dell AW2721D
HDR 600

AOC AG274QG
?

AOC AG353UCG
HDR 1000

Asus PG35VQ
HDR 1000

Asus PG32UQX
HDR 1400

Asus PG27UQ
HDR 1000

Asus PG65UQ
HDR 1000

Acer X35
HDR 1000

Acer X34S*
HDR 400*

Acer X32
HDR 1400

Acer X27
HDR 1000

Acer CP7271K
HDR 1000

*laut Hinweisen aus dem chinesischen Handel

Nvidia spricht nur noch von „Lifelike HDR“

Augenscheinlich wurden die Richtlinien von Nvidia für G-Sync Ultimate ohne Ankündigung und somit heimlich geändert. Auf der eigenen Webseite von Nvidia steht in der Beschreibung von G-Sync Ultimate sowie im Vergleich zu G-Sync und G-Sync Compatible nun nichts mehr von „1000 nits“ bezogen auf HDR, stattdessen findet sich dort die Floskel „Lifelike HDR“ wieder, die offenbar großen Spielraum bei der geforderten Helligkeit der Monitore lässt.

Warum Nvidia die Anforderungen demnach herabgesetzt hat und warum dies nicht öffentlich kommuniziert wurde, bleibt vorerst unbeantwortet. ComputerBase hat bei Nvidia nachgefragt, kurzfristig aber noch keine Antwort erhalten.