Tiger Lake: Intel kündigt mit vier NUC-11-Serien 44 Produkte an

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Gleich vier NUC-Serien mit Tiger-Lake-Prozessor kündigt Intel an, ein Mini-PC darf eine RTX 2060 aufbieten. Das Modell markiert die Enthusiast-Serie mit dem Codenamen Phantom Canyon, darunter werden Tiger Canyon für das Business-Umfeld und Panther Canyon als reguläre Lösung gestellt, den Abschluss markiert ein Compute Element.

Ohne die große Showbühne, die am gestrigen Tage ohnehin mit der Ernennung des neuen Intel-CEOs kaum erreicht worden wäre, hat Intel gleich vier neue NUC-Serien vorgestellt. Daraus entstehen insgesamt 44 Produkte, 38 fassen die drei Intel NUC als Kits und kompletter Mini-PC mit jeweils unterschiedlicher CPU kombiniert mit zum Teil drei unterschiedlichen Gehäusen zusammen, sechs weitere entfallen auf das neue Compute Element.

Sechs neue Compute-Module als kleinste Lösung

Das Compute Element ist Intels jüngster Spross. In den Fokus rückte der Hersteller im vergangenen Jahr das übergroße Design NUC9 Extreme Ghost Canyon (Test) als quasi vollwertigen Desktop-Spiele-PC-Ersatz. Das 95 × 65 × 6 mm kleine Compute Element ist jedoch für ein anderes Umfeld gedacht, hier kommen deshalb klassische U-CPUs zum Einsatz. Mit Elk Bay ist nun die Tiger-Lake-Familie am Zug. Die Modelle unterscheiden sich durch CPU und verlöteten LPDDR4X-4266-RAM: Core i7-1185G7 (16 GByte RAM), Core i7-1165G7 (16 GB), Core i5-1145G7 (8 GB), Core i5-1135G7 (8 GB), Core i3-1115G4 (8 GB) und Celeron 6305 (4 GB). Alle bieten vielfältige Anschlüsse, die Intel über das Gehäuse Fort Beach realisieren will. OEMs/ODMs können hier aber ihre eigenen Lösungen anbieten. Weitere Details zu den sechs Elk-Bay-Produkten liefert Intels Datenbank.

Intel NUC Compute Element

Intel NUC 11 Enthusiast mit RTX 2060

NUC 11 Enthusiast, NUC 11 Pro und NUC 11 Performance bringen insgesamt 38 Produkte hervor, denn diese gibt es mitunter als kompletten Mini-PC, als KIT oder nur das Mainboard, für das OEMs ihre eigene Lösung bauen können.

Das Aushängeschild ist der neue Intel NUC 11 Enthusiast Mini PC, Codename Phantom Canyon. In dem neuen Gehäuse ist ein Core i7-1165G7 verbaut, auch eine RTX 2060 mit 6 GByte Speicher, Optane Memory H10 in der Größe von 32 GB zuzüglich 512 GB SSD ist neben 16 GB DDR4-3200-RAM im Dual-Channel in der Mini-PC-Version zu finden. Kauft man das Produkt als Kit, gibt es nur die CPU und die RTX 2060. Als Anschlüsse bietet der PC zwei Mal Thunderbolt 4, HDMI 2.0a, mDP 1.4, LAN, Kartenleser, Audio sowie diverse weitere USB-Ports. Zu einem Preis hat sich Intel bisher nicht geäußert, weitere Details gibt es in Intels Datenbank.

NUC 11 Enthusiast (Bild: Intel)

NUC 11 Performance: Das Standardmodell

Insgesamt acht Konfigurationen des NUC 11 Performance Panther Canyon und drei komplette Mini-PCs wird Intel in seiner regulären NUC-Familie aufbieten. Die Unterschiede sind schnell erklärt: Es gibt Core i3-1115G4, Core i5-1135G7, und Core i7-1165G7. Alle können in 38 mm flachem oder 51 mm hohem Gehäuse arbeiten, welches Platz für eine weitere 2,5-Zoll-SSD bietet. Beim Core i5 und Core i7 gibt es zusätzlich ein drittes Gehäuse mit 56 mm Höhe, welches 15-Watt-Wireless-Charging über den Deckel bietet.

An den Anschlüssen hat sich zur aktuellen Generation nicht viel getan, intern wurde auf Wi-Fi 6 aufgewertet. Überraschenderweise bieten die Mini-PCs weiterhin Thunderbolt 3 in Form von zwei Ports, obwohl Thunderbolt 4 nativ in der CPU verbaut ist. Auch hier gibt eine Übersicht bei Intel zusätzliche Informationen für Interessierte, ein Termin für den Verkauf und Preise gibt es bisher nicht.

NUC 11 Performance (Bild: Intel)

NUC 11 Pro für das Geschäftsumfeld

In der NUC-11-Pro-Serie Tiger Canyon wird zumindest einer der beiden Thunderbolt-Anschlüsse auf den 4er-Standard aufgewertet. Neben normalen CPUs gibt es hier auch die kürzlich vorgestellten neuen vPro-Modelle von Tiger Lake-U, die Palette erstreckt sich vom Core i7-1185G7 über Core i7-1165G7, Core i5-1145G7 und Core i5-1135G7 bis zum Core i3-1115G4. Gepaart erneut mit zwei Gehäuse-Höhen und diversen Angeboten gleich als Mini-PC inklusive RAM und SSD kommen 20 Lösungen zum Vorschein, zuzüglich fünf, denn jede CPU gibt es verlötet auf dem Mainboard auch ohne Gehäuse. Auch in dem Fall liefert Intels Datenbank einen Überblick.