Kameras und Türklingeln: Ring bringt Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Videos

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Bereits im Herbst hatte Ring angekündigt, in Kürze eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für die Videoübertragung ihrer Kameras und Video-Türklingeln wie die Ring Video Doorbell 3 Plus (Test) einführen zu wollen, um die Sicherheit der persönlichen Daten weiter zu verbessern. Diese Funktion startet nun in einer technischen Vorschau.

Bislang werden Videos bei Ring grundsätzlich verschlüsselt gespeichert und übertragen (Verschlüsselung während der Übertragung), eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, bei der der Schlüssel zum Entschlüsseln nur auf dem Endgerät selbst gespeichert ist und die Daten so nur von diesem entschlüsselt werden können, fehlte bislang jedoch.

Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung startet zwar nun, wird aber erst in den nächsten Monaten nach und nach für alle Nutzer ausgerollt. Zudem handelt es sich laut Ring um eine technische Vorschau, bei der um Rückmeldungen der Nutzer gebeten wird. Die Funktion ist auch nicht für alle Nutzer, denen sie zur Verfügung steht, standardmäßig aktiviert, sondern muss in der Ring-App im Kontrollzentrum unter dem neuen Reiter „Videoverschlüsselung“ manuell aktiviert werden. Dort verbirgt sie sich unter dem Menüpunkt „Erweiterte Einstellungen“ als „End-to-End-Verschlüsselung“. In der Redaktion ist hier noch „Demnächst erhältlich“ vermerkt und die neue Verschlüsselung kann somit noch nicht aktiviert werden, da die Vorschau derzeit nur in den USA gestartet ist.

Ende-zu-Ende-Verschlüsselung kann noch nicht aktiviert werden

Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung beschränkt die Nutzung der Ring-App zwar nicht auf ein Endgerät, allerdings können Videos nur noch mit dem Gerät angesehen werden, mit dem die Verschlüsselung aktiviert wurde, da der Schlüssel eben nur noch auf diesem Gerät hinterlegt ist. Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung hat somit praktische Nachteile zum Nutzen der Sicherheit.

Im Hilfebereich hat Ring eine Liste der Produkte veröffentlicht, die die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung unterstützen und welches Betriebssystem und welche App-Version mindestens erforderlich sind. In einem Whitepaper (PDF) wird zudem detaillierter auf die Funktion eingegangen.