Bauern in Tunesien leiden unter Wassermangel

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Wasserknappheit ist ein großes Problem in Tunesien. Regenwasser bleibt oft ungenutzt, zu viel Grundwasser wird verbraucht. Können nachhaltige Anbaumethoden und Zisternen die Ressource für künftige Generationen schützen?

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Tunesien: Wasser als Luxusgut

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Tunesien: Wasser als Luxusgut

Projektziel: Die Menschen sensibilisieren für eine gerechtere Verteilung der Ressource Wasser. Konkret geht es um wassersparende Anbaumethoden in der Landwirtschaft, den Bau von Zisternen

Projektpartner: Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ), einige Gemeinden und Landwirte in der Region Kairouan und das tunesische Agrarministerium

Projektzeitraum: 2016 bis Sommer 2023

Projektbudget: 20 Millionen Euro für den besagten Zeitraum

In ganz Tunesien gibt es immer wieder Engpässe bei der Trinkwasserversorgung. Auch um die Felder zu bewässern, fehlt oft Wasser. Wegen des Klimawandels können sich die Menschen nicht mehr auf die üblichen Regenmengen verlassen. In den letzten vier Jahren hat es besonders im Landesinneren unterdurchschnittlich viel geregnet. Dennoch bleiben über 80 Prozent des Regenwassers ungenutzt.

Während ein kleiner Teil der Landwirte in Tunesien fast unbegrenzt Wasser aus Staudämmen nutzen kann, sind die meisten anderen von Regenwasser abhängig. Für Trinkwasser sind sie auf weit entfernte Brunnen angewiesen.

Die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) hat 2016 ein Programm gestartet, das die Menschen in der Region Kairouan — insbesondere die Bauern — für eine effiziente Nutzung des Wassers sensibilisiert. Für die Landbevölkerung, die keinen Zugang zu Wasser aus Staudämmen oder Grundwasser hat, werden Alternativen für die Landwirtschaft gesucht. Außerdem entstehen Zisternen und Terrassen, um Regenwasser aufzufangen.

Das Problem steht inzwischen auch auf der politischen Agenda des Landes: Das Agrarministerium unterstützt die Schaffung von Wasserforen, berät die Regionalregierungen, will Wasserverschwendung reduzieren und eine gerechtere Verteilung im ganzen Land erreichen.

Ein Beitrag von Hamdi Dallali und Julia Henrichmann