Corona-Krise macht E-Autobauer Byton zu schaffen

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Das Coronavirus hinterlässt weitere Spuren in der Autoindustrie. Der mit großen Plänen gestartete E-Autobauer Byton aus China setzt Ende des Monats seine Produktion aus.

Die Corona-Krise bringt den chinesischen Elektroautobauer Byton in Bedrängnis. Die vor drei Jahren mit ehrgeizigen Expansionsplänen gegründete Firma kündigte am Dienstag an, die Produktion ab 1. Juli auszusetzen, um sich neu aufzustellen.

“Die neue Coronavirus-Pandemie hat die Finanzierung und den Produktionsbetrieb von Byton vor große Herausforderungen gestellt”, erklärte das Unternehmen, zu dessen Investoren der staatliche Autohersteller FAW und der Batteriehersteller CATL gehören. Man habe sich nach Abstimmung mit den Aktionären daher entschlossen, einen Plan zur Senkung der Personalkosten und zur strategischen Neuorganisation auf den Weg zu bringen.

Byton-Highlight: Ein riesiges Display, über das sich sämtliche Funktionen steuern lassen.

Byton gehört zu einer Reihe von neu gegründeten Tesla-Herausforderern, mit denen China eine eigene E-Autoindustrie aufbauen will. Dabei wurde dem Startup aus Nanjing als einem der wenigen zugetraut, auch außerhalb Chinas Fuß zu fassen. Auf mehreren Automessen, zuletzt bei der IAA vergangenes Jahr in Frankfurt, trommelte das Management für den Elektro-SUV M-Byte, der 2021 auch in Europa auf den Markt kommen soll.

Erst im April hatte der Branchendienst Electrek berichtet, dass Byton Hunderte Mitarbeiter in Santa Clara im US-Bundesstaat Kalifornien in Zwangsurlaub geschickt habe. Byton wurde im September 2017 von Future Mobility aus der Taufe gehoben, einem Unternehmen, das von ehemaligen BMW- und Nissan-Managern mitgegründet wurde.

hb/bea (rtr)