Arbeitsorganisation warnt vor “Generation Lockdown”

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Die wirtschaftlichen Einschränkungen im Kampf gegen Corona haben weltweit bisher 300 Millionen Jobs gekostet, schätzt die Weltarbeitsorganisation ILO. Besonders betroffen sind junge Menschen, vor allem Frauen.

Schlange vor einem Arbeitsamt in Las Vegas, USA

Die Internationale Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen (ILO) schätzt, dass wegen der Corona-Pandemie im zweiten Quartal weltweit knapp elf Prozent aller Arbeitsstunden weggefallen sein wird. Das entspricht 305 Millionen Vollzeit-Jobs, heißt es im aktuellen Bericht “Covid-19 und die Arbeitswelt”, den die ILO am Mittwoch in Genf vorgestellt hat.

Besonders betroffen sind demnach junge Menschen im Alter zwischen 15 und 24 Jahren. Die hatten es schon vor der Pandemie nicht leicht: Die Arbeitslosigkeit in dieser Altersgruppe ist überdurchschnittlich hoch, und viele arbeiten für wenig Geld im informellen Sektor, ohne Verträge und soziale Absicherung, oft auf lokalen Märkten oder als Dienstleister.

“Diese jungen Menschen werden nun schneller und härter getroffen als andere”, sagt Guy Ryder, Generaldirektor der ILO. “Von denen, die zu Beginn der Pandemie einen Job hatten, hat jeder sechste inzwischen aufgehört zu arbeiten.” Und selbst jene, die noch Arbeit haben, büßten ein Viertel ihrer Arbeitsstunden ein.

Die ILO sieht junge Menschen gleich dreifach von der Krise betroffen. Sie verlieren ihre Arbeit, ihre Aus- und Fortbildung wird unterbrochen oder gestört, und für die, die jetzt mit der Schule fertig sind und eine Arbeit suchen, gibt es keine Jobs.

Verlorene Generation?

“Alle Untersuchungen zeigen: Wenn Menschen zu Beginn ihres Berufslebens für eine längere Zeit nicht arbeiten können, dann hat das Konsequenzen, die oft Jahrzehnte nachwirken”, so Ryder zur DW. “Die holen das nie wieder auf, finden nie wieder zu einer normalen Berufsentwicklung. Deshalb besteht hier die Gefahr einer Lockdown-Generation.”

Keine Touristen, keine Einnahmen – leere Strände im April in Hurghada, Ägypten

Junge Frauen seien besonders hart getroffen, weil sie besonders oft im Gastgewerbe oder im Handel arbeiten. “Sie waren schon vor der Pandemie benachteiligt”, sagt Ryder. “Jetzt ist ihre Lage besonders gefährlich.”

Um den Schaden abzumildern und zu verhindern, dass hier eine ganze Generation dauerhaft Benachteiligter heranwächst, fordert die ILO die Regierungen auf, “schnell und weitreichend” zu handeln.

“Wir gehen ein gewaltiges gesellschaftliches Risiko ein, wenn wir uns bei den Wiederaufbau-Bemühungen nach der Pandemie nicht ganz besonders um diese jungen Menschen kümmern”, so Ryder. Dies könne auch in Form spezieller Ausbildungsprogramm oder Arbeitsplatzgarantien geschehen.

Es wird teuer

Die Frage ist nur, wer das alles bezahlen soll. Nachdem sich viele Länder für die Krisenbewältigung schon hoch verschuldet haben, wird in der Europäischen Union nun über Konjunkturpakete von bis zu 750 Milliarden Euro diskutiert.

Unter den Ländern, in denen sich das Coronavirus derzeit besonders schnell ausbreitet, sind allerdings inzwischen viele Staaten mit deutlich begrenzteren Mitteln, etwa in Lateinamerika.

ILO-Generaldirektor Guy Ryder beklagt “Mangel an internationaler Solidarität”

Sollte die Zahl der Infizierten auch in Afrika ansteigen, könnte die Lage dramatisch werden. Denn allgemein gilt: je ärmer ein Land, desto größer auch der informelle Arbeitsmarkt.

Für Afrika besonders gefährlich

“Sechs von zehn Menschen auf der Welt verdienen sich auf dem informellen Arbeitsmarkt ihren Lebensunterhalt”, sagt ILO-Chef Ryder. “In Afrika südlich der Sahara sind es sogar 9 von zehn oder mehr.”

Würde hier das Wirtschaftsleben wegen der Pandemie zum Erliegen kommen, könnte das für viele Menschen lebensbedrohlich werden.

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Coronas ungleiche Auswirkungen

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Corona macht soziale Ungleichheit sichtbar

“Die internationale Reaktion auf diese Krise war bisher durch einen Mangel an Solidarität und Hilfe geprägt”, so Ryder. Das müsse spätestens dann anders werden, wenn es um den Lebensunterhalt von hunderten von Millionen Menschen geht.

Schwierige Balance

Unter dem Schlagwort “Testing und Tracing” betont der ILO-Bericht auch die Bedeutung von umfangreichen Coronatests und der Rückverfolgung der Infektionsketten.

Wenn hier viel getan werde, brauche man weniger Lockdown und Ausgehverbote – und schütze damit auch den Arbeitsmarkt. Asiatische Länder wie Taiwan und Südkorea konnten die Infektionen so begrenzen, ohne ganze Branchen komplett stillzulegen.

Trotzdem glaubt ILO-Chef Ryder nicht, dass Deutschland im Kampf gegen Corona überreagiert und seiner Wirtschaft unnötig geschadet hat. Ganz im Gegenteil. “Ich glaube, Deutschland hat die Balance alles in allem ziemlich gut hinbekommen”, so der Ryder.


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    Kolosseum und andere Sehenswürdigkeiten in Italien öffnen wieder

    Das 2000 Jahre alte Wahrzeichen Roms kann ab 1. Juni endlich wieder besichtigt werden. Auch die Vatikanischen Museen kündigen für diesen Tag ihre Wiedereröffnung an. Das antike Pompeji, südlich von Neapel auf Fuße des Vesuv, empfängt bereits wieder Besucher, allerdings nur aus dem Inland. Ab 3. Juni aber können auch Touristen wieder nach Italien einreisen und die antiken Stätten besichtigen.


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    Die Geburtskirche Jesu in Bethlehem kann wieder besucht werden

    Ab heute (26.5.) öffnet wieder eines der wichtigsten Heiligtümer der Christenheit seine Tore. Nur 50 Personen dürfen sich gleichzeitig in der Geburtskirche Jesu in Betlehem aufhalten, es gilt Maskenpflicht. Während die Juden bereits wieder an der Klagemauer in Jerusalem beten dürfen, soll die Al-Aqsa-Moschee auf dem Tempelberg Ende der Woche für die Muslime geöffnet werden.


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    Tourismus auf Griechenlands Inseln startet wieder

    Griechenlands Inseln sind ab Montag (25.5.) wieder für Inlandstouristen per Flugzeug und Fähre erreichbar. Außerdem öffnen landesweit die Tavernen, Bars und Cafés. Fähren verkaufen nur 50 Prozent ihrer Tickets, auch Tavernen dürfen nur die Hälfte der Tische besetzen. Ende Mai werden jene Länder bekannt geben, aus denen ausländische Touristen ohne zweiwöchige Quarantäne einreisen dürfen.


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    Berliner Fernsehturm ist wieder geöffnet

    Ab heute (22.5) sind die Aussichtsplattform und das Restaurant des Berliner Fernsehturms wieder für Besucher geöffnet. Zugelassen sind nur etwa 50 Personen, es gilt Maskenpflicht, und Tickets müssen online reserviert werden. Mit 368 Metern ist der Berliner Fernsehturm das höchste Bauwerk Deutschlands und ein beliebter Touristenhotspot.


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    Klettersaison auf Japans höchsten Berg Fuji fällt aus

    Wegen der Corona-Pandemie haben die japanischen Behörden am Montag (18.5.) ein Kletterverbot für den Fuji verhängt und alle vier Routen auf den Berg gesperrt.  Normalerweise steigen während der nur zwei Monate dauernden Klettersaison im Sommer täglich Tausende im Gänsemarsch an den Hängen des Vulkans hoch. Der Berg ist mit 3776 Metern der höchsten Japans und gehört zum UNESCO-Welterbe.  


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    Erfolgreicher Start der Strand-Saison in Griechenland

    In Griechenland sind am Wochenende (16.+17.5.) alle Badestrände des Landes wieder eröffnet worden. Nach Medienberichten wurden die strengen Auflagen befolgt: Der Abstand zwischen Sonnenschirmen muss vier Meter betragen, erlaubt sind nur zwei Liegen pro Schirm. Strandbars dürfen nur verpacktes Essen verkaufen und keinen Alkohol ausschenken. Ein Ausblick auf den Sommerurlaub in Europa trotz Corona?


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    Quarantäne-Regeln für Einreise nach Deutschland werden gelockert

    Seit Freitag (15.05.) entfällt für Menschen, die aus dem EU-Ausland und Schengen-Staaten nach NRW einreisen, die 14-tägige häusliche Quarantäne. Die anderen Bundesländer sollen in den nächsten Tagen nachziehen. Von der Quarantäne-Pflicht ausgenommen sind ebenfalls Island, Norwegen, Liechtenstein und die Schweiz. Damit werden Reisen in die Nachbarländer wesentlich erleichtert.


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    Grenzöffnungen, auch für Liebende

    Ab Samstag (16.5.) öffnet Deutschland die Grenzen zu den Nachbarländern Frankreich, Österreich und Schweiz. Es gibt nur noch stichprobenartige Kontrollen, zu Luxemburg gar keine mehr. Allerdings müssen für Grenzübertritte weiterhin “triftige” Gründe vorliegen. Und Liebe wird als solcher akzeptiert. So können sich z.B. deutsch-schweizer Paare am Bodensee (Foto) wieder besuchen.


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    Österreich öffnet Grenze zu Deutschland

    Die österreichische Bundesregierung hat verkündet, dass die Grenze zu Deutschland am 15. Juni geöffnet werden soll. Der Tourismus in Österreich stand aufgrund der Corona-Pandemie zuletzt praktisch still. Am 29. Mai dürfen Hotels und Berherbergungsbetriebe in Österreich wieder öffnen. Der österreichische Tourismus ist stark abhängig von Gästen aus Deutschland.


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    Saisonstart auf den Nordsee-Inseln

    Borkum, Juist (Foto) und die anderen ostfriesischen Inseln freuen sich über die Rückkehr der Touristen. Von einem kleinen “Run” ist die Rede. Seit Montag (11.5.) sind Übernachtungen in Ferienwohnungen und auf Campingplätzen in ganz Niedersachsen wieder erlaubt. Urlauber müssen mindestens eine Woche bleiben. Tagestouristen und Hotelübernachtungen sind allerdings weiter untersagt.


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    Weimar erlaubt wieder Außengastronomie

    Die Thüringer sind Vorreiter. Als erste Stadt in Deutschland haben in Weimar Restaurants und Cafés wieder geöffnet. Seit Mittwoch (06.05.) sitzen die Menschen bei Kaffee oder Bier in der Sonne und genießen – bei Einhaltung der Abstandspflicht – den Schritt zurück zur Normalität. Auch in den anderen Bundesländern nehmen bis Ende Mai Restaurants und Hotels ihren eingeschränkten Betrieb wieder auf.


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    Reisen innerhalb Europas bald möglich?

    Urlauber können im Sommer unter Umständen auch auf die Balearen oder die griechischen Inseln reisen. “Wenn es dort kaum noch Neuinfektionen gibt und die medizinische Versorgung funktioniert, könnte man auch über einen Sommerurlaub dort nachdenken”, sagte der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung Thomas Bareiß dem “Tagesspiegel”. Fernreisen fielen in diesem Sommer aber vermutlich eher aus.


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    Prosit! Bayerns Biergärten öffnen wieder

    Am 18. Mai ist die Corona-Zwangspause für Bayerns Außengastronomie beendet, sprich: die Biergärten öffnen wieder. Natürlich unter strengen Auflagen, Kellner müssen z.B. Masken tragen. Am 25. Mai folgt die Innengastronomie, also Restaurants und Wirtshäuser, mit begrenzter Gästezahl. Ab 30. Mai ist auch der Betrieb von Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätzen in Bayern wieder erlaubt.


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    Urlaubssaison an der Ostsee beginnt

    Mecklenburg-Vorpommern ist das erste Bundesland, das sich wieder für Touristen aus ganz Deutschland öffnet: Ab 25. Mai können sie wieder in Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen übernachten. 60 Prozent der Bettenkapazität werden dafür freigegeben. Damit kann mit den Pfingstferien die Tourismus-Saison in so beliebten Urlaubsregionen wie der Ostsee und der Mecklenburgischen Seenplatte starten.


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    Verbotene Stadt in Peking öffnet wieder

    Eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Pekings kann nach monatelanger Schließung wegen der Corona-Krise wieder besichtigt werden. Ab Freitag (1.5.) dürfen Besucher unter strengen Sicherheitsauflagen wieder in die Palastanlage auf dem Tiananmen-Platz. Statt der vorher üblichen 80.000 Besucher sollen maximal 5000 Gäste täglich eingelassen werden.


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    Bundesregierung verlängert weltweite Reisewarnung für Touristen

    Deutschland hat am Mittwoch (29.04.) die weltweite Reisewarnung wegen der Coronavirus-Krise bis mindestens 14. Juni verlängert. Das Auswärtige Amt erklärte, dass “weiterhin mit starken und drastischen Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr und weltweiten Einreisebeschränkungen, Quarantänemaßnahmen und der Einschränkung des öffentlichen Lebens in vielen Ländern zu rechnen” sei.


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    Hotels und Gaststätten in Österreich werden wieder geöffnet

    In Österreich dürfen Hotels und Beherbergungsbetriebe ab 29. Mai wieder öffnen. Das teilte Tourismusministerin Elisabeth Köstinger am Dienstag (28.04.) mit. Bereits am 15. Mai dürfen Gastronomiebetriebe mit neuen Regeln ihre Türen öffnen. Mit maximal vier Erwachsene pro Tisch und einem Mindestabstand von einem Meter zwischen den Tischen. Das Personal müsse bei der Arbeit einen Mundschutz tragen.


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    Gastronomen warnen mit leeren Stühlen

    Gastronomen haben an zentralen Orten in Deutschland wie hier in Düsseldorf leere Stühle aufgestellt, um auf ihre Situation in der Corona-Krise hinzuweisen. “Ohne direkte Finanzhilfen werden es die meisten unserer Betriebe nicht schaffen”, sagt Guido Zöllick, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes. Es “werden zunehmend auch Lieferanten und Partner tiefer in die Krise reingezogen.”


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    Reisen zwischen Österreich und Deutschland bald wieder möglich

    Österreichs Kanzler Sebastian Kurz ist zuversichtlich, dass die Grenze zwischen Österreich und Deutschland auch für Touristen bald wieder geöffnet wird. Beide Länder seien bei der Eindämmung des Coronavirus auf einem guten Weg, sagte Kurz am Mittwoch (22.04.) in der ARD. Dies sei die Voraussetzung für ein Wiederaufleben des Tourismus. Einen genauen Zeitpunkt für Grenzöffnungen nannte er nicht.


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    Im Sommer noch keine normale Urlaubssaison

    “Eine normale Urlaubssaison mit vollen Strandbars und vollen Berghütten wird es diesen Sommer nicht geben können. Das wäre nicht zu verantworten”, sagte Bundesaußenminister Heiko Maas am Dienstag (21.04.) Er schloss dabei aber nicht aus, dass die Grenzen für Touristen vor dem Sommer wieder geöffnet werden und Urlaubsreisen mit gewissen Einschränkungen möglich werden.


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    Münchener Oktoberfest fällt aus

    Das Oktoberfest fällt wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr aus. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter gaben die Entscheidung am Dienstag (21.04.) bekannt. ”Es tut uns weh, es ist unglaublich schade”, sagte Söder. Aber in Corona-Zeiten wäre die Ansteckungsgefahr auf dem Volksfest mit jährlich etwa sechs Millionen Besuchern zu groß.


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    Schleswig-Holstein hofft auf Sommertourismus

    Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther hofft auf eine Neubelebung des Tourismus an der Nord- und Ostsee im Sommer. Trotz der Corona-Krise habe er das touristische Sommergeschäft “auf jeden Fall nicht abgeschrieben”, sagte Günther (19.04.). In drei Schritten könnte zuerst der Besuch in Zweitwohnungen, danach in Ferienwohnungen und zuletzt in Hotels wieder ermöglicht werden.


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    Schlechte Aussichten für Tourismus

    Nach den Regierungsbeschlüssen (15.04.) sollen Menschen in Deutschland weiter auf private Reisen verzichten. Die weltweite Reisewarnung wird aufrechterhalten. Übernachtungsangebote gibt es nur für notwendige und ausdrücklich nicht touristische Zwecke. Auch Restaurants bleiben für ungewisse Zeit geschlossen. Der Tourismus gehört zu den Branchen, die in der Corona-Krise am härtesten betroffen sind.


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    US-Einreisestopp aus Europa bleibt vorerst bestehen

    Der Einreisestopp der USA für Ausländer aus Europa bleibt vorerst bestehen. Italien und Spanien gehe es in der Corona-Krise noch immer nicht gut und Frankreich habe gerade erst Maßnahmen zur Eindämmung des Virus verlängert, sagte US-Präsident Donald Trump am Montag (13.04.). Der Einreisestopp bleibe in Kraft, bis es den Ländern besser gehe, sagte Trump.


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    Mallorca bangt um den Sommer

    Hotels, Cafés und Andenkenläden sind geschlossen. Vor dem Königspalast in Palma (Bild) ist es ungewöhnlich leer. Die Ostersaison auf der spanischen Urlaubsinsel Mallorca ist ausgefallen. Der mallorquinischen Hotelverband befürchtet nun, dass wegen der unsicheren Situation in den Hauptquellmärkten Deutschland und Großbritannien einige Hotels selbst in der Hauptsaison geschlossen bleiben werden.


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    Weitere Deutsche aus dem Ausland zurückgeholt

    Bis Sonntag (5.4.) sind laut Bundesregierung 205.000 Reisende zurückgeholt worden. Zuletzt starteten Flugzeuge aus Peru und Kolumbien. Mehr als 40.000 Deutsche sitzen noch im Ausland fest. Außenminister Heiko Maas erklärte auf Twitter. ”Wir bleiben am Ball! Wir werden uns weiter um Lösungen bemühen für die Reisenden, die noch nicht zurückkehren konnten.”


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    Neuseeland lässt Touristen ausreisen

    Tausende wegen der Coronavirus-Krise in Neuseeland festsitzender Ausländer werden ab Freitag den Pazifikstaat verlassen können. Am Donnerstag kündigte die Neuseeländische Regierung an, die “sichere und geordnete Ausreise von Zehntausenden” Gestrandeter zu ermöglichen. Zuvor hatte sie Rückholflüge ausländischer Regierungen gestoppt.


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    Zeichen der Hoffnung

    Eine Lichtinstallation am Matterhorn setzt ein Zeichen der Solidarität und Hoffnung im Kampf gegen den Coronavirus. Auch an viele andere touristischen Wahrzeichen überall auf der Welt werden aufmunternde Botschaften projiziert. “Bleibt sicher”, “Bleibt zuhause” war am Montagabend auf der Großen Pyramide in Gizeh nahe der ägyptischen Hauptstadt Kairo zu lesen.


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    Rückholaktion dauert noch mindestens zwei Wochen

    Die Rückführungen für im Ausland gestrandete Deutsche dauert an. Bisher wurden Hauptreiseziele wie Ägypten oder Marokko angeflogen. „Schwieriger wird es bei Ländern, die nur kleine Gruppen von versprengten Abenteuerurlaubern haben“, sagte der Krisenbeauftragte des Auswärtigen Amtes. So müssen etwa Touristen von den pazifischen Inseln erst in Neuseeland zusammengezogen und dann ausgeflogen werden.


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    Thailand schließt die Grenzen

    Nach langem Zögern hat Thailand seit Donnerstag (26.03.) seine Grenzen geschlossen. Die Behörden hatten die Entscheidung hinausgezögert, um den Tourismussektor zu schonen. Jetzt herrscht der Ausnahmezustand in dem südostasiatischen Urlauberland und zehntausende Touristen sitzen fest. Die Bundesregierung organisiert bisher keine Rückholaktion, da Thailand nicht als Risikoregion gilt.


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    Riesige Rückholaktion

    Das Auswärtige Amt erklärte am Mittwoch (25.03.), es habe gemeinsam mit den Reiseveranstaltern mehr als 150.000 Deutsche aus dem Ausland zurückgeholt. Der Reiseveranstalter TUI ergänzte, fast 95 Prozent der Touristen, die wegen der Corona-Pandemie fest saßen, seien wieder in Deutschland. Vor allem aus Ägypten, Spanien, Portugal und von den Kapverdischen Inseln wurden sie ausgeflogen.


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    Reisewarnung verlängert

    Die Warnung vor Reisen ins Ausland gilt Außenminister Heiko Maas zufolge bis Ende April. “Sie umfasst also auch die Osterferien”, stellt er auf Twitter klar. “Bleiben Sie zu Hause! Schützen Sie sich und Ihre Mitmenschen!”, appelliert er an die Bevölkerung. Auch viele Reiseveranstalter haben ihren Reisestopp bis Ende April verlängert. Gebuchte Reisen würden kostenlos storniert.


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    EU zahlt für Rückkehr nach Europa

    Die EU-Kommission unterstützt die Heimkehr von Zehntausenden Fernreisenden nach Europa. Sie will einen großen Teil der Kosten tragen, da die meisten Flugverbindungen gestrichen wurden. “Wir sind dazu da, ihnen bei dieser Rückkehr zu helfen”, sagte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in einer Videobotschaft.


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    Afrikas Maßnahmen gegen die Pandemie

    Auch afrikanische Staaten haben zahlreiche Regelungen gegen die Ausbreitung des Coronavirus angeordnet. So verbietet Südafrika Menschen den Zugang ins Land, die aus Risikogebieten kommen. Nigeria überprüft die Temperatur von Reisenden an Flughäfen, Häfen und Grenzen. Kamerun schließt seine Grenzen auf unbestimmte Zeit.


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    Australien verbietet Auslandsreisen

    Die australische Regierung untersagt ihren Bürgern alle Auslandsreisen bis auf unbestimmte Zeit. Der Premierminister Scott Morrison rief zudem alle Australier auf, die sich im Ausland aufhalten, in ihr Heimatland zurückzukehren. Eine 14-tägige obligatorische Quarantäne für alle in das Land einreisende Menschen gab es schon vorher. Auch hier ist es in den Städten ruhig geworden.


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    Tourismus in Deutschland gestoppt

    Die Coronavirus-Krise trifft Reisende und die Tourismusbranche mit voller Wucht. Mehrere Veranstalter, auch Tui, sagten Reisen ab, einige Airlines stellen den Betrieb ein. Bund und Länder beschlossen, das Übernachtungsangebot soll nur noch zu “notwendigen und ausdrücklich nicht zu touristischen Zwecken” genutzt werden. Deutsche sollen “keine Urlaubsreisen mehr ins In- und Ausland unternehmen”.


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    EU-Außengrenzen geschlossen

    Am Dienstag hat die EU ihre gesamten Außengrenzen für 30 Tage geschlossen. Auch der Schengenraum – zu dem auch mehrere Nicht-EU-Staaten gehören – lässt die Schlagbäume runter.


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    Deutschland holt Reisende zurück ins Land

    Mehr und mehr Staaten schotten sich ab, viele Flüge fallen aus. Mit Sonderflügen wollen die Lufthansa und ihre Tochter Eurowings bis zu 6500 gestrandete Urlauber aus der Karibik, von den Kanaren und aus Mallorca zurück nach Deutschland bringen. In Marokko kommt die Bundesregierung deutschen Touristen zur Hilfe, die dort wegen gestrichener Rückflüge festsitzen.


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    Norddeutsche Inseln für Touristen gesperrt

    Ob Spiekeroog, Sylt oder Rügen: Urlaub auf den norddeutschen Inseln in der Nord- und Ostsee ist seit Montag nicht mehr möglich. Wer sein Quartier bereits bezogen hat, wird gebeten, wieder nach Hause zu fahren. Grund für diese Maßnahme ist, dass die Gesundheitssysteme der Inseln nicht auf eine große Zahl Infizierter vorbereitet sind. Für den Festland-Tourismus sollen Regelungen folgen.


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    Deutschland schließt teilweise seine Grenzen für Reisende

    Deutschland hat am Montagmorgen (16.03.2020) Einreisekontrollen an den Grenzen zu den fünf Nachbarländern Frankreich, Dänemark, Luxemburg, Österreich und der Schweiz eingeführt. Grenzübertritte werden auf das strikt Notwendige zurückgefahren. Der Warenverkehr darf weiter passieren, so auch Pendler, nicht aber Reisende ohne triftigen Grund. Die Dauer der Maßnahmen ist noch offen.


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    Disneyland Paris schließt

    Disneyland Paris und Disney World in Florida sind bis auf Weiteres geschlossen. Die Disney Cruise Line hat ihre Kreuzfahrten ausgesetzt. Das Unternehmen sagte, die Entscheidung sei “in großer Vorsicht” getroffen worden, um Gäste und Mitarbeiter zu schützen. Die bereits geschlossenen Parks in Tokio, Hongkong und Shanghai bleiben nach Angaben des Unternehmens ebenfalls zu.


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    Österreichische Skigebiete beenden die Saison vorzeitig

    Alle Skigebiete in den österreichischen Bundesländern Salzburg und Tirol beenden die Wintersaison vorzeitig. Der Betrieb der Seilbahnen wird ab Sonntag (15.3.2020) eingestellt. Hotels und Unterkünfte werden ab Montag geschlossen. Die Landesregierungen sagten, dass dadurch die Ausbreitung des Coronavirus im Alpenland verlangsamt werden soll.


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    USA: Einreisestopp für Europäer

    Die USA verhängen wegen der Ausbreitung des Coronavirus für 30 Tage ein allgemeines Einreiseverbot für Menschen aus Europa. Das Einreiseverbot trat am Freitag (13.03.2020) um Mitternacht (Ortszeit) in Kraft. Es gilt nicht für US-Bürger mit Europa-Aufenthalt, die negativ auf den Erreger getestet wurden.


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    Indien verhängt Einreisesperre

    Indien hat alle Touristenvisa wegen des Coronavirus für einen Monat lang für ungültig erklärt. Nur Reisende, die bereits im Land sind, dürften weiter bleiben, hieß es am Mittwoch (11.03.2020) aus dem indischen Gesundheitsministerium. Die Einreisesperre solle vorerst bis zum 15. April dauern.


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    China schließt Zugang zum Mount Everest

    Die Besteigung des Mount Everest über die Nordseite ist von chinesischen Behörden verboten worden. Die dafür notwendigen Genehmigungen für Expeditionen auf den höchsten Berg der Welt wurden am Donnerstag (12.03.2020) zurückgezogen.


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    Italien zunehmend isoliert

    Österreich hat ein Einreiseverbot für Personen aus Italien verhängt. Nur wer ein ärztliches Attest vorweisen kann, darf ins Land. Auch Slowenien hat seine Grenze geschlossen. Albanien verbietet den Flug- und Fährverkehr. Bis zum 3. April haben viele Airlines ihre Italienflüge gestrichen. Deutschland, Großbritannien und Irland verschärften ihre Reiseempfehlungen und riefen zur Ausreise auf.


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    Mittelmeer-Kreuzfahrten eingestellt

    Die Reederei Costa Crociere streicht vorerst alle Kreuzfahrten im Mittelmeer. Die Reisen werden bis zum 3. April ausgesetzt, wie das italienische Unternehmen am Dienstag (10.03.) mitteilte. Die Maßnahme betrifft tausende Reisende. Schiffe, die noch im Mittelmeer unterwegs seien, würden italienische Häfen nur anlaufen, um Passagiere von Bord gehen zu lassen.


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    Reichstagskuppel für Besucher geschlossen

    Die Kuppel und die Dachterrasse des Reichstagsgebäudes sind seit Dienstag (10.03.2020) bis auf weiteres für den Besucherverkehr geschlossen, um eine mögliche Ausbreitung des Coronavirus vorzubeugen. Die begehbare Kuppel und die Dachterasse werden nach Angaben des Bundestags jedes Jahr von mehr als zwei Millionen Menschen besucht.


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    Wintersportsaison in Italien vorzeitig beendet

    Alle Skianlagen in Italien sind seit Dienstag (10.03.2020) wegen der Corona-Krise geschlossen. Zuvor hatten sich schon Hoteliers und Seilbahnbetreiber in Region Südtirol (Bild) verpflichtet, ihre Anlagen zu schließen. Südtirol ist bei Wintersporttouristen aus Deutschland und Osteuropa besonders beliebt. Die Schließung gilt mindestens bis zum 3. April.


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    Reisewarnungen und Grenzkontrollen

    Wegen der Coronavirus-Epidemie verstärken Tschechien (Bild) und Polen ihre Kontrollen an der Grenze zu Deutschland. Dabei werden seit Montag (09.03.2020) stichprobenartig Temperaturmessungen vorgenommen. Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in Risikogebiete. Umgekehrt müssen Flugreisende aus China, Japan, Südkorea, Iran und Italien bei der Einreise nach Deutschland mit Kontrollen rechnen.


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    Italien in der Krise

    Die italienische Regierung erließ am Sonntag (08.03.2020) ein Ein- und Ausreiseverbot für die mehr als 15 Millionen Einwohner der Regionen in Norditalien, zu denen auch die Wirtschaftsmetropole Mailand und der Touristenmagnet Venedig (Bild) gehören. Außerdem sind kulturelle, sportliche und religiöse Veranstaltungen verboten. Museen, Kinos und Theater bleiben landesweit geschlossen.


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    Kreuzfahrten als Risikofaktor

    Immer wieder werden Kreuzfahrtschiffe unter Quarantäne gestellt oder beim Anlegen gehindert. Nach Absagen in Thailand und Malaysia darf die Costa Fortuna (Bild) mit 2000 Reisenden, darunter 64 Italienern, in den Hafen von Singapur. In Oakland, Kalifornien müssen 2000 Passagiere und 1100 Crewmitglieder der Grand Princess in Quarantäne, weil 19 von ihnen positiv auf COVID-19 getestet wurden.


  • Tourismus: Die Corona-Krise und ihre weitreichenden Folgen

    Asien befürchtet drastische Einbußen

    Sehenswürdigkeiten in Asien leiden besonders unter den Reisebeschränkungen für Chinesen. So melden Hotspots wie der Senso-ji Tempel (Bild) in Tokio und die Tempelanlagen von Angkor Wat in Kambodscha starke Besucherrückgänge. Das Tourismus-Ministerium in Thailand meldete am Montag (09.03.2020) für Februar einen Einbruch von 44 Prozent. Der Tourismus beträgt 11 Prozent des Bruttoinlandsproduktes.

    Autorin/Autor: Andreas Kirchhoff, Susan Bonney-Cox