Boeing braucht Staatshilfe

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Die ohnehin schon enormen Probleme des US-Flugzeugbauers werden durch die Corona-Krise noch einmal massiv verschärft. Aber den Boeing-Managern, die im Weißen Haus vorsprechen, geht es wohl nicht nur um ihren Konzern.

Aus der Corona-Pandemie ergäben sich “dringende Herausforderungen für die mehr als 2,5 Millionen Arbeitsplätze und 17.000 Zulieferer” der gesamten US-Luft- und Raumfahrtindustrie, heißt es bei Boeing. Ein schneller Zugang zu öffentlicher und privater Liquidität sei eine der “wichtigsten Möglichkeiten” für Fluggesellschaften, Flughäfen, Lieferanten und Hersteller, sich zu erholen.

US-Airlines und Frachtflieger haben bereits erklärt, mindestens 58 Milliarden Dollar an Krediten und Zuschüssen sowie darüber hinaus auch Steuervergünstigungen anzustreben. Flughäfen haben bislang zehn Milliarden Dollar beantragt. Boeing will die Höhe der angeforderten Unterstützung nicht nennen.

An der Wall Street hatte der Konzern am Montag 24 Prozent seines Wertes verloren. Der Druck auf das Management ist immens.

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Der Airbus-Rivale kämpft nach zwei tödlichen Abstürzen um seine Reputation und um die Zustimmung der Aufsichtsbehörden für eine Rückkehr der 737 MAX in den Flugbetrieb – und steht längst schon mit dem Rücken zur Wand. Zudem könnten die Gesundheitsbehörden die gesamte Produktion stilllegen, weil elf Boeing-Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet wurden und 339 weitere als Verdachtsfälle in Quarantäne sitzen. Nun ginge es darum, Entlassungen und Schäden für Hunderte von kleineren Firmen in der Fertigungskette zu vermeiden, meldet der Finanzdienst Bloomberg.

Die Krise um den Unglücksflieger 737 MAX hat Boeing mindestens 18,7 Milliarden Dollar gekostet. Mit Blick auf die schwindende Liquidität des Konzerns hat die Rating-Agentur S&P den Flugzeughersteller von A- auf BBB herabgestuft.

rb/ml (afp, ap, dpa, rtr)

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Jahrestag des Boeing-Absturzes

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