Polizei fordert DNA-Probe von Cristiano Ronaldo

0
37

Um die Ermittlungen wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung voranzutreiben, soll Fußball-Superstar Cristiano Ronaldo eine DNA-Probe abgeben. Sie soll mit Spuren auf dem Kleid der Klägerin verglichen werden.

Im Zuge der Ermittlungen nach den Vergewaltigungsvorwürfen gegen Cristiano Ronaldo hat die Polizei in Las Vegas eine DNA-Probe des Fußballstars aus Italien angefordert. Das berichtete das “Wall Street Journal” am Donnerstag unter Berufung auf einen Strafverfolger. Es sei ein “offizieller Antrag” an Behörden in Italien ergangen. DNA-Beweise würden auf dieselbe Art gesammelt wie in anderen Fällen sexueller Übergriffe. Die US-Amerikanerin Kathryn Mayorga hatte Ronaldo vorgeworfen, sie 2009 vergewaltigt zu haben. Sie hat in Las Vegas Zivilklage gegen ihn erhoben.

Der damals 24-jährige Portugiese habe sie dort in einem Nachtclub kennengelernt, in seine Hotel-Suite eingeladen und sie dann vergewaltigt, heißt es in der Klageschrift. Danach habe er sich entschuldigt und erklärt, er sei “normalerweise ein Gentleman”. Als wichtiges Beweisstück gilt in dem Fall Mayorgas Kleid von besagtem Abend. An diesem sei andere DNA als ihre eigene festgestellt worden, berichtete das “Wall Street Journal”. Die Probe aus Italien, wo Ronaldo für den Verein Juventus Turin Fußball spielt, soll nun mit dieser Probe abgeglichen werden. Erst wenn alle Beweismittel gesammelt sind, dürfte die Polizei den Fall an die Staatsanwaltschaft übergeben, die über eine mögliche Anklage gegen Ronaldo entscheidet.

Anwalt: “DNA nicht verwunderlich”

Ronaldo hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Sein Anwalt Peter Christiansen bezeichnete den Vorgang als Routine. “Herr Ronaldo hat immer gesagt, und sagt es noch heute, dass das, was 2009 in Las Vegas geschah, einvernehmlich war. Es ist also nicht überraschend, dass DNA vorhanden ist und auch nicht, dass die Polizei diese Anfrage im Rahmen ihrer Ermittlungen stellt”, so Christiansen. Im Oktober hatte der 33-jährige mehrmalige Weltfußballer der französischen Zeitschrift “France Football” gesagt, dass “die Wahrheit ans Licht kommen” werde.

asz/sn (dpa, sid)