Weihnachten unperfekt

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Gerade erst hat die Adventszeit begonnen – da laufen die Vorbereitungen auf das Weihnachtsfest schon auf Hochtouren. Schließlich soll ja alles ganz perfekt sein.

Perfektes Fest?

„Eine Trauung bei der alles gut geht, die vergisst man. Wenn aber was schief geht, da sprechen alle auch noch Jahrzehnte später drüber“, beruhigt der katholische Priester das Brautpaar. Sie katholisch, er evangelisch, beide ganz jung, wollen bei der Trauung alles richtig machen. Sie heiraten in einer katholischen Kirche mit Priester und evangelischer Pfarrerin, die die Predigt halten wird. So sind beide Familien mit ihren unterschiedlichen Konfessionen zufrieden. Nun sitzen sie hier mit dem Priester und der Pfarrerin zum Traugespräch zusammen. Und wollen alles bis ins Detail planen. Damit es eine ganz und gar perfekte Trauung wird. Die Pfarrerin und der Priester schmunzeln und blinzeln sich zu. Er ist klar: Hier muss ein bisschen Druck rausgenommen werden. Und so verweist der Priester darauf, dass die Pannenhochzeiten oft viel unterhaltsamer sind als eine perfekte Zeremonie. Und seine evangelische Kollegin stimmt ein. Beide fangen an zu erzählen von den kleinen Missgeschicken und lustigen Pannen, die sie erlebt haben und wie bis heute die Familien und Freunde eines Brautpaares darüber schmunzeln müssen. Mit diesen Missgeschicken erst wird das Fest einmalig, kein Abklatsch einer bühnenreifen Inszenierung. Planen kann man die lustigen Begebenheiten nun nicht. Aber es ist eben auch nicht schlimm, wenn sie passieren.

 

Die Weihnachtsgeschichte – eine Story voller Pannen

So wie man von Familienfesten, an denen irgendwas schief gelaufen ist, noch Jahre später spricht, so spricht man auch über Weihnachten vor allem deshalb auch heute noch, weil es im Kern ein ganz und gar unperfektes Ereignis ist. Was für diesen großen Tag im Leben eines Paares gilt, gilt auch für Weihnachten. Da wird alles durchgeplant, soll möglichst perfekt sein. Der Sauerbraten wie von Oma ruht tagelang in Lorbeer, Essig und Wacholderbeeren. Die Gans mit Rotkohl soll schmecken wie bei Tante Martha. Der Bratapfel perfekt gegart sein mit, Butterflöckchen und einer Kugel Vanilleeis. Rund und schön, wozu man sich nun noch extra einen Eiskugelformer kauft.