Golden State Warriors erneut NBA-Champion

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Der Titelverteidiger aus Oakland gewinnt mit dem vierten Spiel in Folge schnellstmöglich die Meisterschaft. Zum besten Spieler wird erneut Kevin Durant gewählt. LeBron James spielt die Rolle des tragischen Verlierers.

Die Golden State Warriors haben ihren Titel in der Basketball-Profiliga NBA erfolgreich verteidigt. Das Team um die Superstars Stephen Curry und Kevin Durant entschied das vierte aufeinanderfolgende Finalduell gegen die Cleveland Cavaliers durch einen 108:85-Sieg beim Dauerrivalen auf schnellstem Wege für sich, erstmals seit 2007 endete die best-of-seven-Serie um die Meisterschaft wieder mit 4:0. Damals hatte Cleveland gegen die San Antonio Spurs einen sogenannten “Sweep” kassiert.

“Sie hatten ein paar Runs, aber über die 48 Minuten haben wir es geregelt”, sagte Curry. Als wertvollster Spieler der Finalserie (MVP) wurde wie im vergangenen Jahr Durant ausgezeichnet. Die Warriors triumphierten zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren, für die Franchise aus Oakland im US-Bundesstaat Kalifornien ist es der insgesamt sechste Titel nach 1947, 1956, 1975, 2015 und 2017. Erfolgreicher waren seit der NBA-Gründung nur die Boston Celtics (17) und die Los Angeles Lakers (16), gleichauf mit Golden State liegen die Chicago Bulls (6).

MVP: Kevin Durant

Beim Wutausbruch die Hand gebrochen

Cleveland um den dreimaligen Finals-MVP LeBron James konnte das vierte Spiel bis zur Pause offen gestalten, hatte den starken Warriors aber ab dem dritten Viertel (13:25) nichts mehr entgegenzusetzen. Später gab James bekannt, dass er sich nach dem ersten Spiel der Serie bei einem Wutausbruch die rechte Hand gebrochen habe. “Meine Emotionen sind mit mir durchgegangen”, sagte der 33-Jährige.

Vor allem Curry, mit 37 Punkten Topscorer des Abends, war im entscheidenden Spiel kaum zu stoppen. Schon früh war in der Quicken Loans Arena klar, dass Cleveland keine Chance mehr auf seinen zweiten Meistertitel nach 2016 hat. Bester Werfer bei den Cavaliers war wie so oft Superstar James (23 Punkte), dessen Zukunft völlig offen ist. Der dreimalige NBA-Champion aus Akron/Ohio kann seinen Heimatverein trotz laufenden Vertrages per Option verlassen. Ein Abschied gilt als wahrscheinlich. Vier Minuten vor dem Spielende nahm der 33-Jährige unter “MVP”-Rufen des Publikums auf der Bank Platz, das Duell war zu diesem Zeitpunkt längst entschieden.

Trainer Steve Kerr, als Spieler bereits fünfmal Champion, führte die Warriors bereits zum dritten Mal in seiner Amtszeit zum Titel. Im Vorjahr hatte Golden State 4:1 gewonnen.   

sw (dpa, sid)